Walser Deutsch – Wikipedia

Walser Deutsch (Deutsche: Walserdeutsch) und Walliser Deutsch ((Walliserdeutsch, örtlich Wallisertiitsch) sind eine Gruppe der höchsten alemannischen Dialekte, die in Teilen der Schweiz (Wallis, Tessin, Graubünden), Italien (Piemont, Aostatal), Liechtenstein (Triesenberg, Planken) und Österreich (Vorarlberg) gesprochen werden.[4]

Die Verwendung der Begriffe Walser und Walliser spiegelt eher einen geografischen als einen sprachlichen Unterschied wider. Der Begriff Walser bezieht sich auf jene Sprecher, deren Vorfahren im Mittelalter in andere Alpentäler eingewandert sind, während Walliser bezieht sich nur auf einen Sprecher aus dem oberen Wallis – also dem oberen Rhonetal. In einer Reihe von Wanderungen im Spätmittelalter wanderten Menschen aus dem oberen Wallis über die höheren Täler der Alpen aus.

Geschichte[edit]

Die alemannische Einwanderung in das Rhonetal begann im 8. Jahrhundert. Vermutlich gab es zwei verschiedene Einwanderungswege vom heutigen Berner Oberland, die zu zwei Hauptgruppen von Walliser-Dialekten führten. Im 12. oder 13. Jahrhundert begannen die Walliser, andere Teile der Alpen zu besiedeln.[5] Diese neuen Siedlungen werden als Walser-Migration bezeichnet. In vielen dieser Siedlungen sprechen die Menschen immer noch Walser.

Weil die Menschen, die Walserdeutsch sprechen, in den abgelegenen Tälern des Hochgebirges leben, hat Walserdeutsch bestimmte Archaismen bewahrt, die vom Althochdeutschen erhalten geblieben sind und in anderen Varianten des Deutschen verloren gegangen sind.[5] So hat der Dialekt des Lötschentals bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts drei verschiedene Klassen schwacher Verben bewahrt.[clarification needed]

Walser-deutsche Dialekte gelten als gefährdet, und im Laufe des späten 20. Jahrhunderts hat eine Sprachverschiebung in die Mehrheitssprache (Französisch, Italienisch, Standarddeutsch) stattgefunden.[4]

Einstufung[edit]

Walserdeutsch gehört zur höchsten alemannischen Gruppe, die am engsten mit den im Berner Oberland und in der Zentralschweiz (Uri, Schwyz, Unterwalden, Glarus) gesprochenen Dialekten verwandt ist.

Die hochalemannische Form des Schweizerdeutschen (dessen Sprecher genannt werden) ist nur begrenzt verständlich Üsserschwyzer „Außenschweizer“ vom Walliser) und kaum gegenseitige Verständlichkeit mit Standarddeutsch.

Verbreitung und Dialekte[edit]

Die Gesamtzahl der Sprecher weltweit wird auf 22.000 Sprecher geschätzt (Stand 2004), von denen sich etwa 10.000 in der Schweiz befinden.[6]

Da die Dialektgruppe ziemlich verteilt ist, gibt es selten einen Kontakt zwischen den Dialekten. Daher unterscheiden sich auch die Dialekte, aus denen Walserdeutsch besteht, stark voneinander.[4]

Spezifische Walser-Dialekte lassen sich auf östliche oder westliche Dialekte des Oberwallis zurückführen. Konservative Walser-Dialekte sind den jeweiligen Gruppen von Wallis-Dialekten ähnlicher als benachbarten Walser-Dialekten.

  • Wallis: Simplon, Gondo (Zwischbergen)
  • Täler im Monte Rosa Massiv:
    • Aostatal: Gressoney-La-Trinité, Gressoney-Saint-Jean, Issime, historisch im oberen Ayas-Tal und in Champdepraz.[7]
    • Provinz Vercelli: Alagna Valsesia, Alto Sermenza, Rimella, Riva Valdobbia
    • Provinz Verbano-Cusio-Ossola: Formazza, Macugnaga, Ornavasso, Agaro und Salecchio (Frazioni von Premia), Ausone, Campello Monti (Frazione von Valstrona)
  • Berner Oberland: Lauterbrunnen, Mürren, Planalp
  • Kanton Graubünden: Rheinwald, Obersaxen, Vals GR, Signina (Gemeinde Riein, Safiental, Tenna, Valendas, Versam, Tschappina, Avers, Mutten, Schanfigg, oberes Landwassertal, Davos, Prättigau
  • Liechtenstein (wahrscheinlich von Prättigau aus angesiedelt): Triesenberg, Planken
  • Kanton Tessin: Bosco-Gurin
  • Kanton St. Gallen: Calfeisental, Taminatal
  • Vorarlberg und Tirol: Großes Walsertal, Kleines Walsertal; Tannberg, Schröcken, Lech und Warth, Teile von Steeg in Tirol, Galtür und Ischgl im Paznauntal, Brand, Bürserberg, Dünserberg, Ebnit, Laternsertal, Damüls, Silbertal
  • Allgäu: Kleinwalsertal

Phonologie[edit]

Da sich die Dialekte des Walserdeutschen voneinander unterscheiden, ist es schwierig, Verallgemeinerungen über die Sprache vorzunehmen, die für alle Dialekte gilt. In diesem Abschnitt geht es um den Walser-Dialekt Formazza oder Pomattertitsch. Pomattertitsch gehört zur höchstenalemannischen Dialektgruppe, die sich aus Dialekten mit ähnlichen Merkmalen zusammensetzt. Die höchste alemannische deutsche Gruppe enthält deutsche Dialekte des Wallis; Walser deutsche Dialekte in Italien und im Tessin; und ostwalersische deutsche Dialekte in Graubünden, Vorarlberg und Liechtenstein. Das erste Merkmal, das diese Gruppe teilt, ist die Palatalisierung des Mittelhochdeutschen (MHG). -s- zu -sch-. Dies ist sehr typisch für Walser deutsche Dialekte im Allgemeinen. Für Pomattertitsch gilt dies jedoch nicht für jedes Wort, das – enthälts-: su ‚Sohn‘Sunna „Sonne“ und si ’sein‘. Das zweite Merkmal ist eine Änderung von -nk- zu -CH- oder -h-: Deutsche denken nach Pomattertitsch teche ‚denk‘, deutsch trinken nach Pomattertitsch Triche ‚trinken‘. Das letzte Merkmal ist das Fehlen von Diphthongs, wo sie in deutschen Worten vorkommen: Deutsch bauen nach Pomattertitsch büwe „bauen“, deutsch schneien nach Pomattertitsch Schnie ‚Schnee‘.[5]

Morphologie[edit]

Auch in diesem Abschnitt geht es um den Walser-Dialekt Pomattertitsch.

Substantive[edit]

Pomattertitsch markiert Zahl (Singular und Plural) und Geschlecht (männlich, weiblich, neutral) auf Substantiven, wie die meisten deutschen Dialekte. Es markiert auch Groß- / Kleinschreibung (Nominativ / Akkusativ, Genitiv, Dativ) für Substantive, obwohl es im Laufe der Zeit reduziert wurde. Es wird auch zwischen starken und schwachen Substantiven unterschieden.

Tabelle 1 Substantive:[5]

Masc. Stark Masc. Schwach Kastrieren Fem. Stark Fem. Schwach
Nom./Acc. sg. Etikett attu Krug Hand Matta
Gen. sg. Tagsch atte Jarsch Hand Mattu
Dat. sg. Etikett atte Krug Hand Mattu
Nom./Acc. pl. Taga atte Krug hend matt
Gen. pl. Tagu (Tago) attu jaru (jaro) hendu (hendo) Mattu
Dat. pl. Tagu attu jaru hendu Mattu

Pomattertitsch hat bestimmte (englisch ‚the‘) und unbestimmte (englisch ‚a‘) Artikel, die in Fall, Anzahl und Geschlecht mit dem Substantiv übereinstimmen:

Tabelle 2 Bestimmte Artikel:[5]

Masc. Kastrieren Fem. Plural
Nom. der ds d (i) d (i)
Acc. der / de ds d (i) d (i)
Gen. tsch / ds tsch / ds der de
Dat. dem dem der de

Tabelle 3 Unbestimmte Artikel:[5]

Masc. Kastrieren Fem.
Nom. e (n) es e (n)
Acc. e (n) es e (n)
Gen. es es er (e) (n)
Dat. em / eme em / eme er (e) (n) / ener (e) (n)

Adjektive stimmen auch in Anzahl und Geschlecht mit dem Substantiv überein, das es in Pomattertitsch modifiziert. Für Adjektive in der attributiven Position besteht auch Übereinstimmung zwischen starken und schwachen Substantiven und für den Fall.

Tabelle 4 Starkes Attributiv „müde“:[5]

Masc. Kastrieren Fem.
Singular Nom./Acc. midä Mitten Midi-
Dat. mide mide midu
Plural Nom./Acc. Mitte Midi- Mitte
Dat. mide mide mide

Tabelle 5 Schwach Attributiv ‚müde‘:[5]

Masc. Kastrieren Fem.
Singular Nom./Acc. Mitte Mitte Mitte
Dat. mide mide midu
Plural Nom./Acc. midu midu midu
Dat. mide mide mide

Tabelle 6 Prädikativ „müde“:[5]

Masc. Kastrieren Fem.
Singular midä Mitten Midi-
Plural Mitte Midi- midu

Bei Pomattertitsch wird zwischen unpersönlichen und Personalpronomen unterschieden. Das unpersönliche Pronomen ist mu, Das ist die dritte Person Singular. Die Personalpronomen stimmen in Anzahl und Fall überein, wobei die dritte Person auch in Geschlecht nur für Singularpronomen übereinstimmt.

Tabelle 7 Personalpronomen:[5]

Erste Person Zweite Person Dritte Person
Singular Nom. ich / -i Masc: är / -er

Kastrieren: Arsch

Fem: schi / -sch

Acc. mich / -mi dich / -di Masc: är / -ne

Kastrieren: Arsch

Fem: schi / -scha

Dat. mir / -mer dir / -der Masc: imu / -mu

Kastrieren: imu / -mu

Fem: iru / -ru

Plural Nom. ir / -er wir / -wer schi / -tsch / -schi
Acc. eich (ewch) intsch / -isch schi / -schu
Dat. eich (ewch) intsch ine / -ne

Verben[edit]

Die Verben in Pomattertitsch können in Abhängigkeit von ihrem Partizip und ihren Infinitivendungen in eine von vier Klassen eingeteilt werden:[5]

  1. Starke Verben: Infinitiv, der auf endet -ein, Partizip Perfekt bis -ein. Beispiele: schlissä / gschlossä ’schließen‘, wärfä / gworfä ‚werfen‘, mälchä / gmolchä ‚Milch‘.
  2. Schwache Verben, Althochdeutsch -jan, -en: Infinitiv endet in -ein, Partizip Perfekt bis -t. Beispiele: zellä / zellt ’sprechen‘, läbä / gläbt ‚Leben‘.
  3. Schwache Verben, Althochdeutsch -auf: Infinitiv endet in -u, Partizip Perfekt bis – (u) t. Beispiele: machu / gmachut ‚machen‘, losu / glost ‚Hör mal zu‘, Malu / Gmalut ‚Farbe‘.
  4. Schwache Verben aus dem Italienischen: Infinitiv, der auf endet -ire, Partizip Perfekt bis -irt. Beispiele: pentsire / pentsirt ‚Überlegen‘, studire / studirt ‚Studie‘.

Die zwei Klassen, die am produktivsten sind, sind drei und vier. Die dritte Klasse ist am produktivsten bei der Ableitung von Verben aus Substantiven, und die vierte Klasse ist am produktivsten bei der Ableitung von Lehnwörtern aus dem Italienischen.[5]

Tabelle 8 Verbkonjugationen im gegenwärtigen Hinweis auf ’normale Verben‘:[5]

Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3
ich ‚ICH‘ wärfä zellä machu
‚Sie‘ wirfsch Zellsch machuscht
är / äs / schi „er, es, sie“ gegangen zellt machut
wiər ‚wir‘ wärfä zellä machu
ir ‚ihr alle‘ wärfät zellät machut
schi ‚Sie‘ wärfän zellän machun

Tabelle 9 Verbkonjugationen in der Gegenwart, die auf ’spezielle Verben‘ hinweisen:[5]

’sein‘ ‚machen‘ ‚gehen‘ ‚wissen‘ ‚können‘ ‚Muss‘
ich ‚ICH‘ Bi zu ga weis cha mös
‚Sie‘ bisch tösch ge (i) scht weischt chantsch möscht
är / äs / schi „er, es, sie“ isch Knirps ge (i) t weis Chan mös
wiər ‚wir‘ si tiə gänge wissu Chunnu mössu
ir ‚ihr alle‘ sitzen tit gänget wist chunt mössut
schi ‚Sie‘ Sünde Zinn gängen wissun Chunnum mössun

In Pomattertitsch ein „Dummy“ -Hilfsmittel zu ‚do‘ gefolgt von der Infinitivform eines Verbs ist für den vorliegenden Indikativ, Konjunktiv und Imperativ üblich. Diese Einfügung hat dieselbe Bedeutung, als ob das Verb normal konjugiert werden sollte: ich tö zellä „Ich spreche / ich spreche“.[5]

In Pomattertitsch gibt es kein Präteritum. Stattdessen wird die Vergangenheitsform mit dem Präsens-Perfekt ausgedrückt, das mit den Hilfsmitteln „sein“ und „haben“ gebildet wird, gefolgt vom Partizip der Vergangenheit. Andererseits wird die Zukunftsform durch Zugabe des Partikels morphologisch ausgedrückt de am Ende eines gebogenen Verbs und nach Enklitikpronomen, falls im Satz welche vorhanden sind.[5]

Das Passive wird in Pomattertitsch unter Verwendung des Hilfsmittels ausgedrückt cho ‚kommen‘, gefolgt vom Partizip Perfekt des Verbs, das in Geschlecht und Anzahl mit dem Thema des Satzes übereinstimmt: der salam chun röwä gässä „Salami wird roh gegessen“. Der Verursacher wird mit ausgedrückt zu ‚do‘ gefolgt vom Agenten des verursachten Ereignisses, dann der Präposition z (separates Wort, nicht Morphem) und dann der Infinitiv: und töten ds metjie z ässä „Und er bringt das Mädchen zum Essen“. Der Imperativ wird am häufigsten durch die Verwendung von tö ‚do‘ plus Infinitiv ausgedrückt, wie oben angegeben: tö frägä! ‚frag, frag!‘. Ein anderer Weg ist der bloße indikative Stamm für die Singularform und dieselbe gegenwärtige indikative Form für den Plural: zel titsch, dü! „Sprich Deutsch, du!“ und chomet hier! ‚komm her!‘.[5]

In Pomattertitsch werden zwei verschiedene Konjunktivformen verwendet. Die erste Form wird hauptsächlich in der gemeldeten Sprache und in Nebensätzen verwendet, die auf „sagen“ oder „denken“ folgen. Es kommt auch in den folgenden Ergänzungsklauseln vor das ‚Das‘. Die zweite Form wird für die bedingte Stimmung verwendet, wo die Konjunktion wenn ‚if‘ kann weggelassen werden, ohne die Bedeutung des Satzes zu ändern.[5]

Tabelle 10 Konjunktiv 1:[5]

’sein‘ ‚machen‘ ‚gehen‘ ‚können‘ ‚Essen‘ ‚arbeiten‘
ich ‚ICH‘ Sigi Tiji gänge chenne ässe wärche
‚Sie‘ sigischt tijischt gängischt chennischt ässischt wärchischt
är / äs / schi „er, es, sie“ Sigi Tiji gänge chenne ässe wärche
wir ‚wir‘ Sigi Tiji gänge chenne ässe wärche
ir ‚ihr alle‘ Sigit tijit gänget chennet Anlagegut wärchet
schi ‚Sie‘ Sigi Tiji gänge chenne ässe wärche

Tabelle 11 Konjunktiv 2:[5]

’sein‘ ‚machen‘ ‚gehen‘ ‚können‘ ‚Essen‘ ‚arbeiten‘
ich ‚ICH‘ wetti (wei) täti gangeni chenti ästi (issti) wärchuti
‚Sie‘ nassisch tätisch gangenisch chentisch ästisch wärchutisch
är / äs / schi „er, es, sie“ wetti (wei) täti gangeni chenti ästi wärchuti
wir ‚wir‘ Wetti täti gangeni chenti ästi wärchuti
ir ‚ihr alle‘ nass tätit gangenit chentit ästit wärchutit
schi ‚Sie‘ Wetti täti gangeni chenti ästi wärchuti

Die Walser-Dialektgruppe hat größtenteils die gleiche Wortreihenfolge wie Deutsch. Bei einigen Dialekten ändert sich jedoch die Wortreihenfolge der verbalen Klammerkonstruktionen. Im Deutschen steht das endliche Verb an der zweiten Position und das nicht-endliche Verb an der letzten Position:[8]

Peter Hut vorhin den Ball ins Tor begangen

Peter hat gerade den Ball ins Tor geworfen

„Peter warf den Ball gerade ins Tor.“

In einigen Dialekten, insbesondere Gressoney, Formazza und Rimella, kommen die endlichen und nicht endlichen Verben direkt nebeneinander vor, wobei die Ergänzungen und Adverbien am Ende des Satzes stehen. Ein Beispiel hierfür in Rimella ist unten angegeben:[8]

de pappa òn d mamma hein Macht ds chriz dem chénn

Der Vater und die Mutter haben dem Kind das Kreuz gemacht

„Der Vater und die Mutter haben ein Kreuz für das Kind gemacht“

Dies ist eine Änderung von SOV (Subjekt, Objekt, Verb) zu SVO-Wortreihenfolge. Diese Änderung ist auf den zunehmenden Einfluss des Italienischen auf das Walser-Deutsch zurückzuführen. Die SOV-Wortreihenfolge wird jedoch weiterhin verwendet, wenn eine Negation vorliegt und wenn ein invertiertes Subjekt vorhanden ist.[8]

Einige südliche Dialekte des Walser-Deutschen beginnen, das Subjektpronomen der Sätze wegzulassen, nur die Beugung des Verbs, um anzuzeigen, was das Subjekt ist. Dieses Phänomen ist als Pro-Drop bekannt und unter Sprachen weit verbreitet. Italienisch ist eine Pro-Drop-Sprache und Deutsch nicht.[9] was bedeutet, dass Italienisch einige südliche Dialekte des Walserdeutschen beeinflusst.[8]

Beispiel[edit]

«Méin oalten atte ischt gsinh van in z’Überlann, un d’oaltun mamma ischt van Éischeme, ischt gsing héi van im Proa. Stévenin ischt gsinh dar pappa, la nonna ischt gsinh des Chamonal. […] D’alpu ischt gsinh aschua van méin oalten pappa. Ich wiss nöit ol z’is heji … Ischt gsinh aschuan d’oaltu, un d’ketschu, gmachut a schian ketschu in z’Überlann. Méin pappa ischt gsinh la déscendance, dschéin pappa, aschuan méin oalten atte, ischt gsinh aschuan doa .. Vitor van z’Überlann. Un té hedder kheen a su, hets amun gleit das méin pappa hetti kheisse amun Vitor. Eer het dschi gwéibut das s’het kheen sekschuvöfzg joar un het kheen zwia wetti das .. zwienu sén gsinh gmannutu un zwianu sén nöit gsinh gmannutu. Dsch’hen génh gweerhut middim un dschi pheebe middim. Un darnoa ischt mu gcheen a wénghjen eina discher wettu.[10]»

Englische grobe Übersetzung:

«Mein Großvater kam aus Gaby, meine Großmutter aus Issime aus dem Weiler Praz. Stévenin war der Vater, die Großmutter stammte aus der Familie Chémonal. […] Die Weide [in the Bourines Valley] gehörte wahrscheinlich meinem Großvater. Ich weiß nicht, ob er von der Seite meines Vaters war. Es gehörte meiner Familie, sie hatten ein schönes Haus in Gaby. Victor, mein Vater, stammte aus seiner Abstammung, sein Vater, mein Großvater, kam von dort … Victor le gabçois. Später hatte er einen Sohn, dem er seinen Namen gab, so dass der Name meines Vaters auch Victor war. Er heiratete dann, als er 56 war, und er hatte vier Schwestern, zwei von ihnen heirateten und zwei nicht. Sie haben immer mit ihm gearbeitet und gelebt. Später starb einer von ihnen. »

Siehe auch[edit]

Verweise[edit]

  1. ^ Walser Deutsch beim Ethnolog (23. Ausgabe, 2020)
  2. ^ Hammarström, Harald; Forkel, Robert; Haspelmath, Martin, Hrsg. (2017). „Walser“. Glottolog 3.0. Jena, Deutschland: Max-Planck-Institut für Wissenschaft der Menschheitsgeschichte.
  3. ^ „Walser“. IANA-Subtag-Registrierung. 29. Juli 2009. Abgerufen 10. Januar 2019.
  4. ^ ein b c Negro, Silvia Dal (2014). „Sprachkontakt und Variationsmuster in Walser deutscher Unterordnung“. STUF – Sprachtypologie und Universalien. 67 (4). doi:10.1515 / stuf-2014-0025.
  5. ^ ein b c d e f G h ich j k l m n Ö p q r s t Dal Negro, Silvia (2004). Der Verfall einer Sprache: der Fall eines deutschen Dialekts in den italienischen Alpen. Europäische akademische Verlage. S. 38–39, 82–83, 84–86, 88, 90–91, 92–98. ISBN 3-03910-212-5.
  6. ^ „Walser“. Ethnolog. Abgerufen 2016-04-19.
  7. ^ Besonders in den Weilern Gettaz-des-Allemands, Französisch für „Gettaz der Deutschen“, und Boden, Deutsch für „Talboden“ – Lovevda.org.
  8. ^ ein b c d Ramat, Anna Giacalone. „Die Paarung von Struktur und Funktion in der syntaktischen Entwicklung.“ INTERNE UND EXTERNE FAKTOREN IM SYNTAKTISCHEN WANDEL, Gerritsen, Marinel & Stein, Dieter Eds]Berlin: Mouton De Gruyter, 1992, S. 317-339.ProQuest. Netz. 19. April 2016.
  9. ^ Mit dem Vorbehalt, dass umgangssprachliches und dialektales Deutsch im Gegensatz zur Standardsprache auch teilweise pro-drop sind.
  10. ^ Michel Musso, Sicché ischt phieri gsinh gmischluts, im Verein Augusta, Ausgabe 2007, Seite 14

Externe Links[edit]