[{"@context":"http:\/\/schema.org\/","@type":"BlogPosting","@id":"https:\/\/wiki.edu.vn\/wiki46\/2021\/12\/08\/indisch-bangladeschische-enklaven-wikipedia\/#BlogPosting","mainEntityOfPage":"https:\/\/wiki.edu.vn\/wiki46\/2021\/12\/08\/indisch-bangladeschische-enklaven-wikipedia\/","headline":"Indisch-bangladeschische Enklaven \u2013 Wikipedia","name":"Indisch-bangladeschische Enklaven \u2013 Wikipedia","description":"before-content-x4 Schematische Karte der indisch-bangladeschischen Enklaven (Norden ist links, Osten ist oben) Die indisch-bangladeschischen Enklaven bildeten bis zur vertraglichen Regelung","datePublished":"2021-12-08","dateModified":"2021-12-08","author":{"@type":"Person","@id":"https:\/\/wiki.edu.vn\/wiki46\/author\/lordneo\/#Person","name":"lordneo","url":"https:\/\/wiki.edu.vn\/wiki46\/author\/lordneo\/","image":{"@type":"ImageObject","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/44a4cee54c4c053e967fe3e7d054edd4?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/44a4cee54c4c053e967fe3e7d054edd4?s=96&d=mm&r=g","height":96,"width":96}},"publisher":{"@type":"Organization","name":"Enzyklop\u00e4die","logo":{"@type":"ImageObject","@id":"https:\/\/wiki.edu.vn\/wiki4\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/download.jpg","url":"https:\/\/wiki.edu.vn\/wiki4\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/download.jpg","width":600,"height":60}},"image":{"@type":"ImageObject","@id":"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/9\/9a\/Cooch-behar-enclaves-schematisch.png\/350px-Cooch-behar-enclaves-schematisch.png","url":"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/9\/9a\/Cooch-behar-enclaves-schematisch.png\/350px-Cooch-behar-enclaves-schematisch.png","height":"683","width":"350"},"url":"https:\/\/wiki.edu.vn\/wiki46\/2021\/12\/08\/indisch-bangladeschische-enklaven-wikipedia\/","wordCount":2112,"articleBody":" (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});before-content-x4 Schematische Karte der indisch-bangladeschischen Enklaven (Norden ist links, Osten ist oben)Die indisch-bangladeschischen Enklaven bildeten bis zur vertraglichen Regelung im Jahr 2015 einen Komplex von Enklaven und Exklaven[Anm. 1] an der indisch-bangladeschischen Grenze. Bekannt wurden sie durch ihre Eigenschaft als kompliziertester und gr\u00f6\u00dfter Komplex aus Enklaven und Exklaven der Welt. (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});after-content-x4Als einzige der indisch-bangladeschischen Enklaven ist Dahagram-Angarpota weiterhin vom bangladeschischen Mutterland abgeschnitten, doch \u00fcber den Tin Bigha Corridor erreichbar.Der Komplex bestand aus 106 Exklaven des indischen Bundesstaats Westbengalen in Bangladesch und 92 bangladeschischen Enklaven in Indien. Die Gesamtfl\u00e4che der indischen Enklaven betrug 69,6\u00a0km\u00b2, die der bangladeschischen belief sich auf 49,7\u00a0km\u00b2. Insgesamt 28 Enklaven lagen im Inneren anderer Enklaven (Unterenklaven), wovon sieben zu Indien und 21 zu Bangladesch geh\u00f6rten. Auch die damals kleinste Enklave der Welt, Upan Chowki Bhaini, eine bangladeschische Enklave mit einer Fl\u00e4che von 53\u00a0m\u00b2, befand sich in diesem Komplex. (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});after-content-x4Au\u00dferdem gab es in diesem Komplex eine Enklave in einer Enklave in einer Enklave (Unterunterenklave). Diese indische Exklave war die einzige Exklave dritter Ordnung der Welt. Sie bestand aus einem Jutefeld mit dem Namen \u201eDahala Khagrabari\u201c (Erste von 51) und lag in der bangladeschischen Unterenklave Upanchowki Bhajni, die wiederum in der indischen Enklave Balapara Khagrabari lag, welche sich auf der Grenze der bangladeschischen Unterdistrikte (Upazilas) Debiganj und Domar befand (Abb.).Schematische Darstellung der EnklavenIndien71 bangladeschische Enklaven (47,7\u00a0km\u00b2)7 indische Unterenklaven (0,17\u00a0km\u00b2)Bangladesch (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});after-content-x4102 indische Enklaven (69,5\u00a0km\u00b2)21 bangladeschische Unterenklaven (2,1\u00a0km\u00b2)1 indische Unterunterenklave (0,007\u00a0km\u00b2) Gebietstausche im Grenzvertrag von 2015Die Enklaven lagen \u00fcberwiegend im Distrikt Koch Bihar im indischen Bundesstaat Westbengalen, der bis zur Unabh\u00e4ngigkeit Indiens der autonome F\u00fcrstenstaat Cooch Behar gewesen war. Auch der westbengalische Distrikt Jalpaiguri verf\u00fcgte \u00fcber einige Enklaven und Exklaven. Auf der Seite Bangladeschs galt dies f\u00fcr die Distrikte Panchagarh, Nilphamari, Lalmonirhat und Kurigram, die in den Divisionen Rajshahi und Rangpur liegen. Die \u00f6stlichste bangladeschische Exklave grenzte an einer Seite an den assamesischen Distrikt Dhubri.Die gesch\u00e4tzte Einwohnerzahl der Enklaven belief sich auf etwa 70.000,[1]auch wenn die Sch\u00e4tzungen sehr weit auseinander laufen. Eine genaue Zahl kann nicht angegeben werden, da die Beamten der statistischen Beh\u00f6rden praktisch keinen Zugang zu den Gebieten erhielten.Das Gebiet ist flach, sumpfig und fruchtbar und wird von vielen gro\u00dfen und kleinen Fl\u00fcssen durchquert. Die wichtigsten sind von Westen nach Osten Karatoya, Tista, Singimari (im Unterlauf Dharla), Torsa (im Unterlauf Dudhkumar), Kaljani, Raidak und Sankosh (mit gemeinsamen Unterlauf Gangadhar).Die gr\u00f6\u00dften Ortschaften in und um das Gebiet sind von Osten nach Westen Dhubri, Kurigram, Koch Bihar, Dinhata, Lalmonirhat, Rangpur, Dhupguri, Nilphamari, Domar, Mainaguri, Haldibari, Jalpaiguri und Panchagarh.Nahezu die gesamte Bev\u00f6lkerung besteht aus Bengalisch sprechenden Bengalen. In Bezug auf die Religion gibt es einen gro\u00dfen Unterschied. W\u00e4hrend im indischen Teil haupts\u00e4chlich Hindus leben, sind es in Bangladesch Muslime. Ein weiterer Unterschied ist der Lebensstandard, der auf indischer Seite im Durchschnitt h\u00f6her ist als auf bangladeschischer. Amerikanische Armeekarte aus den 1960er Jahren mit einem Teil des westlichen Enklavekomplexes um Chilahati.In den Jahren 1711 und 1713 schlossen das Mogulreich und das K\u00f6nigreich Cooch Behar, die schon seit einiger Zeit in Zwist lagen, einen Vertrag. Dadurch gingen gro\u00dfe Teile von Cooch Behar an das Mogulreich. Durch den Widerstand einiger lokaler Oberh\u00e4upter von Cooch Behar entstanden Enklaven auf dem Gebiet des Mogulreichs. Weitere Zerteilungen erfuhren die Grenzen durch Besitzt\u00fcmer von Mogulsoldaten \u00fcber der Grenze in Cooch Behar. Viele Probleme verursachte die gro\u00dfe Zahl der Enklaven jedoch nicht, da Cooch Behar in den folgenden Jahren dem Mogulreich steuerpflichtig war und die meisten Enklaven Selbstversorger waren.Ab 1765 nahm der Einfluss der Britischen Ostindien-Kompanie auf das Mogulreich zu, der F\u00fcrstenstaat Cooch Behar blieb jedoch souver\u00e4n. Dadurch fingen die Enklaven und Exklaven an, eine Rolle als Freipl\u00e4tze f\u00fcr Gesetzes\u00fcbertreter zu spielen.1947 wurde Britisch-Indien geteilt in Indien und Pakistan, wodurch Cooch Behar an Ostpakistan grenzte. 1949 wurde Cooch Behar als Provinz Indien zugef\u00fcgt und 1950 wurde dieser ein Distrikt im Bundesstaat Westbengalen. Nahezu alle Enklaven zwischen den verschiedenen indischen Verwaltungsgebieten wurden in den folgenden Jahren saniert.1958 begannen die ersten Verhandlungen, um die Situation um die Enklaven aufzul\u00f6sen. Das f\u00fchrte aber nur zu wenigen Ergebnissen und manche Pl\u00e4ne stie\u00dfen auf Widerstand bei einem Teil der Bev\u00f6lkerung vor Ort.Ostpakistan wurde 1971 der unabh\u00e4ngige Staat Bangladesch. Im Jahr 1974 einigten sich die Regierungen von Indien und Bangladesch darauf, die Gebiete der Enklaven auszutauschen und\/oder den Zugang zu den gegenseitigen Enklaven zu vereinfachen. Der Vertrag hierf\u00fcr ist von Bangladesch unterzeichnet worden, musste aber immer noch durch Indien ratifiziert werden. Im Jahr 2001 haben die L\u00e4nder weiter \u00fcber das Problem gesprochen. Erst im Jahr 2015 wurde der Indisch-Bangladeschische Grenzvertrag durch das indische Parlament ratifiziert,[2]am 1. August 2015 trat der Grenzvertrag schlie\u00dflich in Kraft.[3]Seit der Aufteilung Britisch-Indiens und den Spannungen zwischen den Staaten, die dadurch entstanden sind, war die Situation in den Enklaven kompliziert, da in nahezu allen F\u00e4llen das eine Land das andere Land daran hinderte, seine Exklaven zu regieren und seine Autorit\u00e4t dort auszu\u00fcben.Obwohl zahlreiche Versuche unternommen wurden, den Zugang zu den Enklaven zu erleichtern \u2013 zum Beispiel einen Korridor zu schaffen, Regelungen f\u00fcr Warenlieferungen und die Ein- und Ausreise der Enklavenbewohner einzuf\u00fchren \u2013 hatte sich die Situation in den Enklaven mit den Jahren nur verschlechtert. In den meisten bewohnten Exklaven gab es weder Strom noch frisches Trinkwasser, da die beiden L\u00e4nder es nicht zulie\u00dfen, Leitungen \u00fcber das Gebiet des anderen zu verlegen. Die meisten Enklaven waren auch wirtschaftlich von ihrem Mutterland abgeschnitten. Daher waren sie abh\u00e4ngig von illegalen Grenz\u00fcbertritten, Lieferungen durch Dritte oder mussten sich komplett selbst versorgen. Es bestand aber die M\u00f6glichkeit f\u00fcr die Bewohner die Genehmigung zu bekommen, ihre Enklave zu verlassen. Dazu mussten sie jedoch ein Visum haben, das man im Konsulat des Landes, in dem sich die Enklave befand, abholen musste. Die einzige M\u00f6glichkeit, das Konsulat zu erreichen, war, die Grenze oder Grenzen illegal zu \u00fcberqueren, was nicht ungef\u00e4hrlich war. Au\u00dferdem herrschte durch diese Hindernisse ein akuter Mangel an Medikamenten und es gab keine Schulen.Vor allem Bewohner der indischen Exklaven sind im Laufe der Jahre nach Indien verzogen, weil die Situation untragbar wurde. Ihr Platz wurde von armen Bengalen aus Bangladesch eingenommen, die sich hierdurch illegal auf indischem Gebiet aufhielten. Dies hatte aber wenig Konsequenzen, weil das Gebiet de facto Niemandsland war, was allerdings nicht bedeutete, dass Bangladesch sich um diese eingenommenen Enklaven k\u00fcmmerte. Auch waren die Enklaven auf beiden Seiten Brutst\u00e4tten f\u00fcr Schmuggler und andere Kriminelle.Die Situation war von Enklave zu Enklave verschieden. Den Bewohnern mancher Enklaven war es gestattet, auf dem \u00f6rtlichen Markt einzukaufen und ihre Kinder auf die dortige Schule zu schicken. Die gr\u00f6\u00dfte bangladeschische Exklave Dahagram-Angarpota war daneben seit 1999 mit Mitteln des Tin Bigha Corridor mit dem Mutterland verbunden. Dies galt jedoch nicht f\u00fcr \u00f6ffentliche Versorgung, wodurch ein Krankenhaus dort unbrauchbar wurde, weil es keine Elektrizit\u00e4t hatte.\u2191 Hier gilt, dass, was f\u00fcr das eine Land eine Enklave ist, f\u00fcr das andere eine Exklave ist und umgekehrt.\u2191 \u201eWaiting for the esquimo: An historical and documentary study of the Cooch Behar enclaves of India and Bangladesh\u201c von Brendan R. White (2002); Seite 434\u2013436 (pdf:450-452) (Memento des Originals vom 10. April 2008 im Internet Archive) \u00a0Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht gepr\u00fcft. Bitte pr\u00fcfe Original- und Archivlink gem\u00e4\u00df Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv\/IABot\/eprints.infodiv.unimelb.edu.au (englisch).\u2191 \u201eHistorischer Pakt: Indien und Bangladesch tauschen Land\u201c\u2191 Bangladesch und Indien beenden Grenzkonflikt, Die Zeit, 1. August 2015.Weitere Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]26.32416666666789.451111111111Koordinaten: 26\u00b0\u00a019\u2032\u00a0N, 89\u00b0\u00a027\u2032\u00a0O (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});after-content-x4"},{"@context":"http:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"item":{"@id":"https:\/\/wiki.edu.vn\/wiki46\/#breadcrumbitem","name":"Enzyklop\u00e4die"}},{"@type":"ListItem","position":2,"item":{"@id":"https:\/\/wiki.edu.vn\/wiki46\/2021\/12\/08\/indisch-bangladeschische-enklaven-wikipedia\/#breadcrumbitem","name":"Indisch-bangladeschische Enklaven \u2013 Wikipedia"}}]}]