Teufelszunge – Wikipedia

Die Teufelszunge (Amorphophallus konjac, Syn.: Amorphophallus rivieri) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Titanwurze (Amorphophallus) innerhalb der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). In Österreich wird sie auch Tränenbaum genannt. Die Knolle wird Konjakwurzel genannt.

Die Teufelszunge stammt ursprünglich aus Südostasien – nach einer Quelle aus Vietnam[1] –, ist aber heute jedenfalls im ganzen ostasiatischen Raum, von Japan und China bis Indonesien verbreitet. Die Teufelszunge bevorzugt feuchte und halbschattige Standorte in den dortigen Tropen und Subtropen.

Blatt sowie Fruchtstand von Amorphophallus konjac

Blütenstand der Teufelszunge. Sie blüht im blattlosen Zustand.

Die Teufelszunge ist eine mehrjährige krautige Pflanze. Dieser Geophyt wächst aus einer Knolle, die bis zu 25 cm Durchmesser erreichen kann. Dabei bildet die Konjakwurzel im späten Frühjahr ein einzelnes Laubblatt, das an einen Baum in Form eines Regenschirms erinnert, und ebenso hoch wie breit ist. Die Angaben zur maximalen Höhe dieses Blattes schwanken zwischen 1,3 und 2,5 m.[1] Das Blatt ist doppelt gefiedert und dreiteilig in zahllose blattähnliche Strukturen aufgelöst. Nach der anfänglichen Wachstumsphase bleibt das Blatt den Sommer über stabil, bis die Nährstoffe im Herbst wieder in die Knolle einziehen. Die Reste des Blattes trocknen aus und lösen sich dabei von der Knolle.

Die Pflanze ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Adulte Pflanzen bilden im zeitigen Frühjahr einen Blütenstand. Dieser besteht aus einem dunkelvioletten Kolben (Spadix) mit einer Länge bis zu 55 cm, der von einem Hochblatt (Spatha) umhüllt wird. Auf dem Kolben sitzen unten die weiblichen und oben die männlichen Einzelblüten. Wie bei vielen Arten der Gattung Amorphophallus strömt der Blütenstand einen strengen Aasgeruch aus. Dieser lockt die Insekten an, die die Bestäubung sichern.

Blütenökologisch handelt es sich um eine Kesselfallenblume. Die Bestäubung erfolgt in zwei Schritten. Die Insekten werden in den Grund der Kesselfallen­blume gelockt. Dort bestäuben sie die unten am Kolben sitzenden weiblichen Einzelblüten mit den von anderen Individuen mitgebrachten Pollen. Die Insekten verharren am Grund der Spatha, bis die weiblichen Blüten nicht mehr bestäubt werden können. Erst dann öffnen sich die oben am Kolben befindenden männlichen Blüten und ergießen ihre Pollen auf die Insekten, die die Pollen dann zum nächsten Blütenstand tragen. Durch diesen Mechanismus wird die Selbstbestäubung vermieden.

Der Kolben oder Spadix schwitzt zu Beginn der Blühphase Flüssigkeitströpfchen aus und erwärmt sich dabei auch. Damit setzt die geruchsintensive Phase ein. Dieses Verhalten hat der Pflanze den weiteren deutschen Namen „Tränenbaum“ eingebracht.

Es werden orange Beeren gebildet.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 26.[2]

Die Erstbeschreibung durch den deutschen Botaniker Karl Heinrich Emil Koch wurde 1858 veröffentlicht.[3] Es gibt folgende Synonyme: Amorphophallus rivieri Durieu ex Carrière, Amorphophallus rivieri var. konjac (K. Koch) Engl.

Die Teufelszunge ist eine seltene, aber wenig anspruchsvolle Kübelpflanze. Dabei kann ihr Blatt in humoser und durchlässiger Erde bis zu 2,5 m hoch[1] und ca. 1,80 m im Durchmesser werden. Im Herbst fällt das Blatt in sich zusammen und die Knolle kann kühl und vor Frost geschützt überwintern. Ab einem Gewicht der Knolle von etwa 500 g bildet sich im zeitigen Frühjahr eine recht imposante Blüte, die ähnlich streng riecht wie beim großen Bruder Titanwurz (Amorphophallus titanum). Das Erstaunliche daran: Die Knolle treibt den Blütenstand, ohne eingetopft zu sein.

Die Teufelszunge bildet während der Vegetationsperiode Tochterknollen, die nach Ablauf der Vegetationsperiode mit der Mutterknolle nicht mehr verbunden sind.

Die Knolle ist reich an Glucomannanen (Polysacchariden). Sie zeigt hervorragende filmbildende Eigenschaften und wirkt hydratisierend.

Besonders in Japan wird die Konjakwurzel in der Lebensmittelindustrie genutzt. In der EU wird das Mehl der Konjakwurzel (Konjakmehl) als Lebensmittelzusatzstoff E 425 gehandelt.
Die Konjakwurzel wird häufig für kosmetische Produkte benutzt.

Konnyaku, japanische Speise aus der Konjakwurzel

In der japanischen Küche wird Konjak – dort Konnyaku (jap. 蒟蒻 oder 菎蒻) genannt – in Gerichten wie Oden verwendet. Typisch ist es grau gefleckt, von gelartiger Konsistenz und fast geschmacksneutral. Es ist ein Nahrungsmittel mit niedriger Energiedichte, das mehr wegen seiner Textur geschätzt wird als wegen seines Geschmacks.

Japanisches Konjakgel wird hergestellt, indem Konjakmehl mit Wasser und gesättigter Kalziumhydroxidlösung gemischt wird. Häufig wird hierbei Hijiki zugefügt, um dem Gemisch einen anderen Geschmack und eine dunkle Farbe zu geben. Danach wird die Mischung gekocht und ausgehärtet. Konjak in Nudelform heißt „Shirataki“ und wird in Nahrungsmitteln wie Sukiyaki und Gyūdon verwendet.

Konjak wird auch in den beliebten Fruchtsnacks verwendet, die in Plastikbecherchen angeboten werden: Gelee-Süßwaren in Minibechern („jelly mini-cups“). Diese Snacks werden häufig von asiatischen Ländern exportiert. In den späten 1990er Jahren gab es Todesfälle durch Ersticken, was zu Rückrufaktionen in den Vereinigten Staaten und Kanada führte. Im Gegensatz zu Gelatine löst sich Konjak nicht schnell im Mund auf. Deshalb tragen die Snacks immer Warnhinweise, die Eltern darauf hinweisen, dass Kinder die Snacks vor dem Schlucken gut kauen müssen. Die EU hat ihre Richtlinie 95/2/EG[4] dahingehend geändert, die Menge Konjakgummi und Konjak-Glukomannan in Lebensmitteln auf 10 g/kg zu begrenzen.[5] Die Einfuhr von Jelly Minicups in die EU wurde durch die Richtlinie 2003/52/EG verboten.[6] Die Regelungen sind auch in der Stand November 2020 aktuellen Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 enthalten.[7]

  1. abc Amorphophallus konjak (Araceae). pages.unibas.ch, 14. November 2004, archiviert vom Original am 20. März 2006; abgerufen am 2. Januar 2017.
  2. Tropicos: Teufelszunge
  3. Wochenschr. Gärtnerei Pflanzenk. 1:262. 1858. Siehe Eintrag bei GRIN Taxonomy for Plants.
  4. Richtlinie 95/2/EG
  5. Richtlinie 98/72/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Oktober 1998.
  6. Richtlinie 2003/52/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2003 zur Änderung der Richtlinie 95/2/EG hinsichtlich der Verwendungsbedingungen für den Lebensmittelzusatzstoff E 425 Konjak
  7. Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über Lebensmittelzusatzstoffe

Puijo-Schanze – Wikipedia

Datum Kategorie Schanze 1. Platz 2. Platz 3. Platz 11. März 1983 Junioren-Weltmeisterschaft K80 Osterreich Franz Wiegele Norwegen Ole Christian Eidhammer Finnland Tuomo Ylipulli 1. Februar 1995 Weltcup K90 Finnland Toni Nieminen Osterreich Reinhard Schwarzenberger Deutschland Jens Weißflog 19. August 1995 Grand-Prix K90 Japan Kazuyoshi Funaki Osterreich Andreas Goldberger Schweiz Bruno Reuteler 28. Februar 1996 Weltcup K90 Finnland Kimmo Savolainen Tschechien Jaroslav Sakala Finnland Janne Väätäinen 12. März 1997 Weltcup K120 Japan Kazuyoshi Funaki Frankreich Nicolas Dessum Slowenien Primož Peterka 4. März 1998 Weltcup K120 Osterreich Andreas Widhölzl Slowenien Primož Peterka Japan Hiroya Saitō 4. März 1999 Weltcup K120 Deutschland Martin Schmitt Japan Kazuyoshi Funaki Japan Noriaki Kasai 27. November 1999 Weltcup K120 Deutschland Martin Schmitt Osterreich Andreas Goldberger Finnland Matti Hautamäki 28. November 1999 Weltcup K120 Finnland Ville Kantee Finnland Risto Jussilainen Italien Roberto Cecon 16. Dezember 1999 Continental Cup K120 Japan Kazuki Nishishita Finnland Matti Hautamäki Norwegen Wilhelm Brenna 9. August 2000 Grand-Prix K120 Finnland Janne Ahonen Japan Noriaki Kasai Finnland Matti Hautamäki 24. November 2000 Weltcup K120 Deutschland Martin Schmitt Deutschland Sven Hannawald Osterreich Andreas Widhölzl 25. November 2000 Weltcup K120 Norwegen Norwegen

Roar Ljøkelsøy
Olav Magne Dønnem
Lasse Ottesen
Tommy Ingebrigtsen
Osterreich Österreich

Wolfgang Loitzl
Martin Koch
Stefan Horngacher
Andreas Widhölzl
Finnland Finnland

Matti Hautamäki
Ville Kantee
Jani Soininen
Janne Ahonen
2. Dezember 2000 Weltcup K120 Finnland Matti Hautamäki Japan Noriaki Kasai Deutschland Michael Uhrmann 3. Dezember 2000 Weltcup K120 Deutschland Martin Schmitt Finnland Janne Ahonen Finnland Ville Kantee 9. Dezember 2000 Continental Cup K120 Wettkampf abgesagt 10. Dezember 2000 Continental Cup K120 Wettkampf abgesagt 23. November 2001 Weltcup K120 Polen Adam Małysz Deutschland Martin Schmitt Japan Kazuyoshi Funaki 24. November 2001 Weltcup K120 Finnland Risto Jussilainen Polen Adam Małysz Osterreich Martin Höllwarth 28. Februar 2004 Continental Cup HS127 Finnland Janne Happonen Osterreich Andreas Widhölzl Osterreich Roland Müller 29. Februar 2004 Continental Cup HS127 Finnland Janne Happonen Finnland Olli Pekkala Osterreich Balthasar Schneider 10. März 2004 Weltcup K120 Norwegen Bjørn Einar Romøren Norwegen Roar Ljøkelsøy Deutschland Alexander Herr 9. März 2005 Weltcup HS127 Finnland Matti Hautamäki Norwegen Roar Ljøkelsøy Tschechien Jakub Janda
Polen Adam Małysz 17. Dezember 2005 FIS Cup HS98 Belarus Maxim Anissimau Belarus Pjotar Tschaadajeu Russland Anton Kalinitschenko 18. Dezember 2005 FIS Cup HS98 Belarus Pjotar Tschaadajeu Finnland Arttu Lappi Russland Anton Kalinitschenko 7. März 2006 Weltcup HS127 Schweiz Andreas Küttel Osterreich Thomas Morgenstern Polen Adam Małysz 13. März 2007 Weltcup HS127 Polen Adam Małysz Osterreich Andreas Kofler Osterreich Thomas Morgenstern 26. Januar 2008 FIS Cup HS100 Finnland Juha-Matti Ruuskanen Finnland Olli Muotka Finnland Anssi Ylipulli 27. Januar 2008 FIS Cup HS100 Finnland Olli Muotka Finnland Anssi Ylipulli Finnland Juha-Matti Ruuskanen 3. März 2008 Weltcup HS127 Finnland Janne Happonen Osterreich Gregor Schlierenzauer Norwegen Anders Jacobsen 4. März 2008 Weltcup HS127 Finnland Janne Ahonen Norwegen Anders Bardal Norwegen Tom Hilde 10. März 2009 Weltcup HS127 Japan Takanobu Okabe Schweiz Simon Ammann Polen Adam Małysz 6. Februar 2010 FIS Cup HS 100 Wettkampf abgesagt 7. Februar 2010 FIS Cup HS 100 Wettkampf abgesagt 9. März 2010 Weltcup HS127 Schweiz Simon Ammann Polen Adam Małysz Norwegen Anders Jacobsen 1. Dezember 2010 Weltcup HS127 Finnland Ville Larinto Finnland Matti Hautamäki Schweiz Simon Ammann 5. März 2011 Continental Cup HS127 Norwegen Andreas Stjernen Slowenien Matej Dobovšek Deutschland Maximilian Mechler 6. März 2011 Continental Cup HS127 Deutschland Maximilian Mechler Finnland Jarkko Määttä Osterreich Michael Hayböck 10. März 2012 Continental Cup HS127 Osterreich Wolfgang Loitzl Osterreich Manuel Poppinger Norwegen Vegard Swensen 11. März 2012 Continental Cup HS127 Norwegen Robert Johansson Norwegen Kenneth Gangnes Osterreich Stefan Kraft 8. August 2012 FIS Cup HS127 Finnland Janne Happonen Finnland Olli Muotka Finnland Sami Niemi 9. August 2012 FIS Cup HS127 Finnland Janne Happonen Finnland Olli Muotka Osterreich Markus Schiffner 10. August 2012 Continental Cup HS127 Slowenien Tomaž Naglič Deutschland Andreas Wellinger Finnland Janne Happonen 11. August 2012 Continental Cup HS127 Tschechien Jan Matura Norwegen Fredrik Bjerkeengen Deutschland Andreas Wellinger 12. März 2013 Weltcup HS127 Polen Kamil Stoch Japan Daiki Itō Deutschland Severin Freund 1. August 2013 FIS Cup HS127 Russland Alexey Romashov Finnland Jarkko Määttä Finnland Santeri Ylitapio 2. August 2013 FIS Cup HS127 Osterreich Ulrich Wohlgenannt Deutschland Stephan Leyhe Russland Alexey Romashov 3. August 2013 Continental Cup HS127 Tschechien Jakub Janda Slowenien Jernej Damjan Deutschland Daniel Wenig 4. August 2013 Continental Cup HS127 Finnland Jarkko Määttä Slowenien Jernej Damjan Tschechien Čestmír Kožíšek 4. März 2014 Weltcup HS127 Polen Kamil Stoch Deutschland Severin Freund Norwegen Anders Bardal 14. August 2014 FIS Cup HS127 Finnland Olli Muotka Deutschland Sebastian Bradatsch Deutschland Tim Fuchs 15. August 2014 FIS Cup HS127 Finnland Olli Muotka Deutschland Danny Queck Deutschland Stephan Leyhe 17. August 2014 Continental Cup HS127 Slowenien Cene Prevc Slowenien Miran Zupančič Deutschland Stephan Leyhe 18. August 2014 Continental Cup HS127 Slowenien Cene Prevc Slowenien Miran Zupančič Finnland Olli Muotka 10. März 2015 Weltcup HS100 Deutschland Severin Freund Norwegen Anders Bardal Schweiz Simon Ammann
Osterreich Stefan Kraft 20. August 2015 FIS Cup HS127 Slowenien Andraž Pograjc Osterreich Florian Altenburger Slowenien Ernest Prišlič 21. August 2015 FIS Cup HS127 Osterreich Florian Altenburger Polen Adam Ruda Slowenien Andraž Pograjc 22. August 2015 Continental Cup HS127 Osterreich Florian Altenburger Slowenien Anže Lanišek Deutschland Tim Fuchs 23. August 2015 Continental Cup HS127 Slowenien Andraž Pograjc Deutschland Tim Fuchs Osterreich Florian Altenburger 22. Februar 2016 Weltcup HS127 Norwegen Norwegen

Kenneth Gangnes
Daniel-André Tande
Anders Fannemel
Johann André Forfang
Deutschland Deutschland

Andreas Wank
Richard Freitag
Andreas Wellinger
Severin Freund
Japan Japan

Taku Takeuchi
Kento Sakuyama
Daiki Itō
Noriaki Kasai
23. Februar 2016 Weltcup HS127 Osterreich Michael Hayböck Norwegen Daniel-André Tande Osterreich Stefan Kraft 18. August 2016 FIS Cup HS127 Polen Jan Ziobro Osterreich Daniel Huber Norwegen Jarl Magnus Riiber 19. August 2016 FIS Cup HS127 Polen Jan Ziobro Italien Davide Bresadola Polen Aleksander Zniszczoł 20. August 2016 Continental Cup HS127 Finnland Jarkko Määttä Osterreich Maximilian Steiner Japan Yūken Iwasa 21. August 2016 Continental Cup HS127 Norwegen Jarl Magnus Riiber Italien Alex Insam Polen Krzysztof Miętus 12. August 2017 FIS Cup HS127 Slowenien Timi Zajc Finnland Eetu Nousiainen Deutschland Pius Paschke 12. August 2017 FIS Cup HS127 Slowenien Timi Zajc Polen Przemysław Kantyka Deutschland Pius Paschke 15. Juli 2021 FIS Cup HS100 China Volksrepublik Shao Birun Osterreich Julia Mühlbacher Osterreich Hannah Wiegele 15. Juli 2021 FIS Cup HS100 Osterreich Thomas Lackner Osterreich Mika Schwann Osterreich Clemens Leitner 16. Juli 2021 FIS Cup HS100 Osterreich Hannah Wiegele Osterreich Julia Mühlbacher China Volksrepublik Dong Bing 16. Juli 2021 FIS Cup HS127 Finnland Eetu Nousiainen Deutschland Philipp Raimund Osterreich Mika Schwann 17. Juli 2021 Continental Cup HS100 China Volksrepublik Shao Birun Osterreich Julia Mühlbacher Russland Marija Jakowlewa 17. Juli 2021 Continental Cup HS100 Russland Marija Jakowlewa Osterreich Julia Mühlbacher Japan Kurumi Ichinohe 17. Juli 2021 Continental Cup HS127 Deutschland David Siegel Finnland Eetu Nousiainen Deutschland Moritz Baer 17. Juli 2021 Continental Cup HS127 Finnland Eetu Nousiainen Deutschland Moritz Baer Deutschland Philipp Raimund

Hertie Waren- und Kaufhaus – Wikipedia

Hertie Waren- und Kaufhaus GmbH

Rechtsform GmbH
Gründung 1. März 1882
Auflösung 1993
Auflösungsgrund Übernahme durch die Karstadt GmbH
Sitz Frankfurt am Main
Branche Warenhaus/Einzelhandel

Die Hertie Waren- und Kaufhaus GmbH war bis zur Übernahme durch Karstadt 1994 einer der führenden Warenhauskonzerne in Deutschland. Die Konzernzentrale befand sich zuletzt in der Herriotstraße 4, heute Campus Tower, in Frankfurt am Main. Die Hertie Waren- und Kaufhaus GmbH betrieb rund 115 Warenhäuser unter den Namen Hertie, Wertheim, Alsterhaus und KaDeWe sowie rund 35 Bilka-Warenhäuser. Daneben gehörten zu Hertie die Restaurant-Kette Le Buffet, die Elektronik-Fachmärkte Schaulandt, Schürmann und WOM (World of Music) sowie die Bekleidungs-Märkte Wehmeyer.

Familienunternehmen Tietz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Firma Hermann Tietz, gegründet von Oscar Tietz mit dem Kapital seines Onkels Hermann Tietz, eröffnete ihr erstes Geschäft am 1. März 1882 in Gera. Es nannte sich „Garn-, Knopf-, Posamentier-, Weiß- und Wollwarengeschäft Hermann Tietz“ und hatte bereits einige Merkmale moderner Warenhäuser, wie festgelegte Preise, keine Stundung oder Anschreibenlassen und ein vielfältiges, branchenübergreifendes Angebot.

Nach einer Anlaufphase von sechs Jahren folgten die Eröffnungen der Filialen in Weimar (1886), Bamberg, München (1889) und Hamburg (1896). 1900 wurde der Unternehmenssitz nach Berlin verlegt. Unweit des damals größten Warenhauses Europas, Wertheim am Leipziger Platz, siedelte die Firma Hermann Tietz in der Leipziger Straße einen konkurrierenden „Konsumtempel“ mit eigener Kellerei an. In großen, luxuriösen Warenhauspalästen wie diesem wurde den Kunden ein neuartiges Einkaufserlebnis geboten. Für den Bau des 1904 eingeweihten Warenhauses am Alexanderplatz wurde das „Lessinghaus“ abgerissen. Nach und nach eröffnete die Firma in der Reichshauptstadt zehn Warenhäuser und verfügte damit dort über die größte Verkaufsfläche. In Hamburg folgte 1912 das „Warenhaus Hermann Tietz“ (seit 1935 Alsterhaus) am Jungfernstieg.

Das Unternehmen Hermann Tietz OHG konzentrierte seine Geschäfte auf den Süden und Osten des Deutschen Reiches, während die von Oscar Tietz’ Bruder Leonhard Tietz gegründete und gleichnamige Aktiengesellschaft (ab 1933/34: Westdeutsche Kaufhof AG, vorm. Leonhard Tietz) ihre Filialen im Westen Deutschlands und in Belgien betrieb. Nach dem Tod von Oscar Tietz im Januar 1923 übernahmen seine Söhne Georg und Martin Tietz sowie deren Schwager Hugo Zwillenberg die Geschäftsführung und Eigentümerschaft des Unternehmens. Doch obwohl Tietz Senior vor einer zu großen Expansion auf der Basis von Krediten „eindringlich gewarnt hatte“, gingen sie nun „in erheblichem Maße finanzielle Verpflichtungen ein“.[1]

Schallplatte (1928) der Hermann Tietz OHG unter der Eigenmarke Hertie

1926 waren im Unternehmen 13.000 Angestellte tätig.[2]
Ende 1926 vereinbarte die Hermann Tietz OHG die Übernahme des Berliner Kaufhausunternehmens A. Jandorf & Co., zu der das Kaufhaus des Westens (KaDeWe) gehörte. Ab dem Jahresanfang 1927 kamen mit der Jandorf-Kette etwa über 3.000 Mitarbeiter hinzu.[3] Über den Kaufpreis wurde ein beiderseitiges Stillschweigen vereinbart, der Jandorf-Biograph Nils Busch-Petersen vermutet eine Summe „im hohen zweistelligen Millionen-Bereich“.[4] Die Kaufsumme erforderte von Tietz eine entsprechende Höhe an Krediten, „vermutlich zu einem großen Teil mit Fremdmitteln“,[5] die jedoch noch in den 1920er-Jahren von den Banken beinah hinterhergetragen[6] wurden.

1928, ein Jahr nach Übernahme der Jandorf-Kette und ein Jahr vor der Weltwirtschaftskrise, erwirtschaftete die Hermann Tietz OHG einen Jahresumsatz von ca. 300 Millionen Reichsmark, etwa genau soviel wie Karstadt.[5] In einer von „überschäumende[n] Selbstbewußtsein“[7] geprägten Firmenpublikation rief sich die Hermann Tietz OHG 1928 zum „grössten Warenhaus-Konzern Europas im Eigenbesitz“ aus.[8]

„Arisierung“ und der Name Hertie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Weltwirtschaftskrise verursachte einen kontinuierlichen Umsatzrückgang bei allen Warenhäusern aufgrund eines massiven Kaufkraftschwundes vor allem bei den Arbeitern und einfachen Angestellten. Mit dem Machtantritt der Hitler-Regierung im Februar 1933 wurde von den Banken, Verbänden und Regierung eine möglichst unauffällige und reibungslose Enteignung von Unternehmen mit jüdischen Eigentümern im „Dritten Reich“ vorbereitet und durchgesetzt. Im Zuge der sogenannten „Arisierung“ betrieb ein Bankenkonsortium aus Dresdner Bank, Deutscher Bank und Disconto-Gesellschaft, Bankhaus Hardy und anderen Gläubigern in Absprache mit dem Reichswirtschaftsministerium die schrittweise Enteignung der Familie Tietz.

Reichswirtschaftsminister Kurt Schmitt konnte Hitler im Juli 1933 davon überzeugen, nicht mehr die Warenhäuser zu verstaatlichen oder aufzulösen. Neben dem Erhalt von Arbeitsplätzen bei den Zulieferern und der Vermeidung von „enorme[n] Verluste[n] der [Gläubiger-]Banken“[9] vermutet Ladwig-Winters noch ein drittes Argument für Hitlers Kurswechsel: Schmitt erleichterte ihm die Umkehr mit den Vorbereitungen für ein unauffälliges, vertraglich legitimiertes Ausscheiden aller jüdischen Teilhaber, ein Vertragswerk, das die Banken bereits vorbereitet hätten.[10]

Am 24. Juli 1933[11] gründeten die Gläubigerbanken die Hertie Kaufhaus-Beteiligungs-Gesellschaft m.b.H. (kurz: Hertie GmbH). Am 29. Juli 1933 erzwang das Bankenkonsortium mit einem formal erbrechtlichen Auseinandersetzungsvertrag den sofortigen Rücktritt von Hugo Zwillenberg aus der Geschäftsleitung und Inhaberschaft. Die Banken setzten stattdessen den Textil-Abteilungsleiter der Hermann Tietz OHG, Georg Karg, als Vertreter der Hertie GmbH mit 50.000 Reichsmark persönlicher Einlage als einen der Geschäftsführer und Gesellschafter des Kaufhauskonzerns ein. Die Hertie GmbH trat ohne eigene Vermögenseinlage ein, hatte jedoch einen mehrheitlichen Stimmanteil unter den Gesellschaftern.[12]

Am 18. August 1934 erzwang die Bankengruppe durch die Drohung mit Kreditkündigungen[13] ein vertraglich geregeltes Ausscheiden aller Gesellschafter der Familie Tietz.[14] Die jüdischen Gesellschafter mussten ihre Anteile der Hertie GmbH überlassen und erhielten für ihr stark unterbewertetes Firmenvermögen in Höhe von 21,5 Millionen Reichsmark einen Betrag von 1,5 Millionen Reichsmark erstattet.[14] Die von Eglau,[15] Neumann[16] und vom Munzinger-Archiv[17] kolportierte „Abfindung von zwölf Millionen Mark“ lässt sich dagegen nicht belegen.[18] Karg kaufte später die Anteile der Banken an der Hertie GmbH in zwei Raten auf, 1936 gegen Zahlung von 2,5 Millionen Reichsmark zum Teil auf Kredit und weitere 50 Prozent im Juni 1940; zugleich übernahm Karg die Schulden des Tietz-Konzerns in Höhe von 129 Millionen Reichsmark.[19]

Die Kurzform des Firmennamens zu Hertie aus den Anfangsbuchstaben des bisherigen Firmennamens Hermann Tietz wurde vorher gelegentlich als Eigenmarke genutzt für Waren ohne genaue Herstellerbezeichnung.[20] Mit der Gründung der Hertie Kaufhaus-Beteiligungs-Gesellschaft m.b.H. (kurz: Hertie GmbH) im Juli 1933 machten sie die Banken zur offiziellen Bezeichnung, um damit sowohl einen Besitzerwechsel als auch Kontinuität zu demonstrieren.[21]

Nachkriegszeit: die Ära Karg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ende des Zweiten Weltkrieges bedeutete einen Einschnitt in der Unternehmensgeschichte. Allein in Berlin ging mehr als die Hälfte der Filialen verloren. Der Konzern büßte aber auch die Standorte in der sowjetischen Besatzungszone, der späteren DDR, ein. Die noch vorhandenen Filialen waren oft durch die Kriegseinwirkungen zerstört. Hertie erholte sich jedoch rasch von den erlittenen Verlusten und expandierte wieder. 1948 wurden die Warenhäuser in München, Stuttgart und Karlsruhe wieder in den Konzern integriert, 1950 wurde das KaDeWe wiedereröffnet. Schon ein Jahr zuvor hatte Hertie drei neue Filialen in Stuttgart, Wiesbaden und Hamburg-Bergedorf übernommen. Der erste vollständige Neubau eines Warenhauses fand 1951 in Neumünster statt, im gleichen Jahr wurden neue Verkaufsstätten in Landshut und Frankfurt-Höchst übernommen.

1952 übernahm Hertie die Mehrheit an der „A. Wertheim AG“ und der „Hansa AG“ und baute so die Position in den Räumen Berlin, Frankfurt am Main, Mannheim und zudem in Braunschweig (Neubau 1954) aus. Um gegen die damals gut eingeführten Niedrigpreis-Warenhäuser „Kepa“, „DeFaKa“ und „Woolworth“ antreten zu können, gründete Hertie die Niedrigpreis-Warenhauskette „Bilka“ und baute kontinuierlich ein breites Filialnetz auf. Hauptgesellschafter der „Hertie Waren- und Kaufhaus GmbH“ wurde die 1953 gegründete „Karg’sche Familienstiftung“, die spätere „Hertie-Stiftung“. Am 31. Oktober 1957 wurde die „Hertie Italiana s.r.l.“ in Mailand gegründet. Im Jahr 1959 beschloss die „Hertie Waren- und Kaufhaus GmbH“ die Verlegung der Verwaltung von Berlin nach Frankfurt. Die Zentrale war zunächst im Gebäude Zeil 42 (heute als Oberlandesgericht Frankfurt am Main genutzt) und dann in einem Gebäude in Frankfurt-Niederrad untergebracht.

Georg Karg hinterließ bei seinem Tode 1972 eine Warenhaus-Gruppe aus 72 Hertie-Warenhäusern und 29 Filialen der Bilka-Kaufhäuser mit einem Umsatz von 5,1 Milliarden DM und rund 60.000 Mitarbeitern.[16] Kargs Sohn Hans-Georg Karg übernahm den Konzern und expandierte zunächst mit neuen Filialgründungen. Doch „unter seiner Führung erzielte die Kaufhauskette meist nur Verluste.“[23] Kargs Erben Hans-Georg Karg und seine Schwester Brigitte Gräfin von Norman übertrugen 97,5 Prozent der Firmenanteile 1974 in die Hertie-Stiftung mit Sitz in Frankfurt am Main, um die Erbschaftssteuer zu umgehen.[23] Am 1. März 1982 beging Hertie den 100. Jahrestag seiner Gründung. Der Konzern beschäftigte zu der Zeit nur noch rund 55.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Umsatz von rund sechs Milliarden DM. 1989 gründete Hans-Georg Karg die Karg-Stiftung, vier Jahre vor dem Verkauf an Karstadt im Jahr 1993.

Hertie-Signet mit „Sonne“ in den 1970er- und 1980er-Jahren

Nachdem der Kaufhaus-Konzern bis in die 1970er-Jahre rasch expandiert hatte und zahlreiche neue Filialen, auch in kleineren und mittelgroßen Städten eröffnet worden waren, gingen die Umsätze Mitte der 1980er-Jahre massiv zurück. So hatte der Hertie-Konzern bis ca. 1984 noch 123 Kaufhäuser bzw. Filialen. Erst in den Folgejahren wurden dann zahlreiche verlustbringende, teilweise erst wenige Jahre zuvor eröffnete Warenhäuser geschlossen, so zum Beispiel die Hertie-Filialen in Bremen, Castrop-Rauxel, Dortmund, Emden, Hameln, Osnabrück, Ratingen und Herne-Wanne sowie die Wertheim-Filialen in Hannover, Essen, Kaiserslautern und Bochum.

Darüber wurden defizitäre Sparten in Tochtergesellschaften ausgegliedert. So gründete Hertie 1986 die System-Gastronomie-Kette „Le Buffet“, die über 70 Filialen besaß, die meisten davon innerhalb der eigenen Kaufhäuser. Den Lebensmittel- und Süßwaren-Bereich übernahm die „NUG Optimus Lebensmittel-Einzelhandelsgesellschaft mbH“.

Signet Preisland City sb um 1986

Hertie versuchte einige Bilka- und Hertie-Filialen vollständig auf Selbstbedienung umzustellen. Hierfür wurde 1986 die „Preisland-City-SB“ gegründet. Das Preisland-Konzept war die innerstädtische Antwort von Hertie auf die vor den Toren der Städte entstehenden SB-Warenhäuser. Insgesamt wurden sieben Häuser entsprechend dem „Preisland“-Konzept umgewandelt. Der Versuch, gegen die Konkurrenz „auf der grünen Wiese“ zu bestehen, blieb jedoch weitgehend erfolglos.

Darüber hinaus wollte Hertie vom damals einsetzenden Aufschwung der Elektronik-Fachmärkte profitieren. Deshalb erwarb Hertie 1987 von deren Gründer Thomas Wegner die Hamburger Elektronik-Kette „Schaulandt GmbH“ mit 28 Filialen in Norddeutschland und Berlin sowie die „Schürmann Elektrohandelsgesellschaft mbH“, die mehrere Elektronik-Fachmärkte in Nordrhein-Westfalen betrieb. 1988 wurde die „WOM (World of Music) Musikhandelsgesellschaft mbH“ ins Leben gerufen, mit der der Verkauf von Tonträgern mittels spezieller Musik-Fachmärkte in Großstädten angekurbelt werden sollte. Auch im Bereich Bekleidung wurde 1988 eine Tochtergesellschaft gegründet: die „Wehmeyer GmbH & Co. KG“, die rund 20 Filialen betrieb. Nach dem Ende der DDR übernahm Hertie elf neue Standorte in den neuen Bundesländern.

Ende der 1980er-Jahre bemühte sich Hertie, Partner für den Einkauf in Fernost zu finden, um das Gewicht bei Verhandlungen zu stärken. Schließlich wurden zwei Partner gefunden, die schon Erfahrungen mit Einkaufsgemeinschaften hatten. Zum einen war dies die „Horten AG“, die damals nach „Karstadt“, „Kaufhof“ und Hertie viertgrößte deutsche Kaufhauskette, zum anderen die „Kaufring AG“, die mit Horten schon eine europäische Einkaufsgesellschaft gegründet hatte. 1990 gründeten die drei Partner daraufhin die Einkaufsgesellschaft „Sono-Centra“, an der jeder Gesellschafter ein Drittel der Anteile hielt.

1970 war (als eines der ersten Kundenbindungsprogramme überhaupt) die Goldene Kundenkarte eingeführt worden, die auch als Kreditkarte fungierte. Sie war kostenlos und hatte in den 1980er-Jahren 350.000 Abonnenten.[24] Die Goldene Kundenkarte wurde zum Gattungsbegriff für zahlreiche ähnliche Programme. Im Zuge der Übernahme durch Karstadt wurde diese 1996 mit der Klub Karstadt zur Karstadt – Hertie Kundenkarte zusammengeführt, und von 1998 bis 2002 zur Karstadt MasterCard. Ab 2002 wurde den verbliebenen Abonnenten die HappyDigitsCard angeboten.

Hertie gab die Kunden-Zeitschrift Hertie Journal heraus.

1993: Übernahme durch Karstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hertie München, Bahnhofplatz, von Januar 2006 bis Februar 2007 das einzige unter dem Namen Hertie geführte Kaufhaus

Im November 1993[25] verkaufte die gemeinnützige Hertie-Stiftung nach monatelangen Verhandlungen die „Hertie Waren- und Kaufhaus GmbH“ steuerfrei an die „Karstadt AG“ für 1,652 Milliarden Mark.[23] Die Steuerfreiheit dieser Transaktion wurde später zum Gegenstand von steuerrechtlichen Ermittlungen des Landes Hessen, die jedoch schließlich zugunsten der Hertie-Stiftung eingestellt wurden.[26]

1999 fusionierte Karstadt mit dem Versandhaus „Quelle Schickedanz AG & Co“ und wurde zum Bestandteil der „Arcandor AG“. Da der Plan, Hertie als eigene Division innerhalb des Karstadt-Warenhauskonzerns weiter bestehen zu lassen, aufgrund immer noch steigender Verluste der ca. 35 Hertie-Standorte fehlschlug, wurden sukzessive alle Hertie-Filialen entweder in „Karstadt“ umbenannt, geschlossen oder verkauft. Einzig das Münchner Warenhaus sowie die Filiale in Berlin-Neukölln firmierten bis September 2007 als Hertie.

2005–2009: Von Karstadt Kompakt zur Hertie GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Spätsommer 2005 verkaufte Karstadt die in der „Karstadt Kompakt GmbH & Co. KG“ zusammengefassten kleineren Warenhäuser an die britischen Finanzinvestoren Dawnay, Day und Hilco UK Ltd. Seit dem 1. März 2007 trugen diese Filialen den Namen „Hertie“ (siehe: Hertie GmbH). Am 31. Juli 2008 meldete das Unternehmen, das bis zu diesem Zeitpunkt bundesweit 73 Warenhäuser betrieb, beim Amtsgericht Essen wegen der Finanzprobleme des Haupteigentümers Insolvenz an. Am 20. Mai 2009 beschloss die Versammlung der Gläubiger, die 54 noch unter dem Namen Hertie betriebenen Kaufhäuser sowie die Hertie-Konzernzentrale in Essen zu schließen, da eine Rettung aussichtslos erschien.

Es werde noch ein Investor gesucht, sagte ein Sprecher in Essen. Hertie beschäftigte zu dieser Zeit 3400 Mitarbeiter. Die Vermarktung des Warenbestands der von der Schließung betroffenen 19 Hertie-Filialen wollte nach eigenen Angaben die Eltex GmbH aus Heidesheim (Rheinland-Pfalz) übernehmen. Die Verhandlungen mit Hertie liefen, sagte Eltex-Geschäftsführer Michael Hammer. „Es geht noch um die Frage, in welchen Zeiträumen die 19 Filialen geräumt werden.“ Hertie wollte sich zu den Verhandlungen nicht äußern. Nach Angaben von Eltex hatte die Ware einen Verkaufswert von 7 Millionen Euro und sollte im außereuropäischen Ausland vermarktet werden. Die Firma hatte bereits Erfahrung mit der Vermarktung von Überschüssen großer Kaufhäuser und arbeitete unter anderem mit Tchibo und Karstadt zusammen. Zum Vertriebsgebiet der Firma gehörten nach eigenen Angaben Dubai, Aserbaidschan, Turkmenistan, Rumänien, Polen und der Iran.[27]

Am 8. August 2009 war die Hälfte der fünfzig Hertie-Warenhäuser zum letzten Mal geöffnet. Die restlichen Kaufhäuser wurden am 15. August 2009 geschlossen.[28][29] In einer Aktion der Gewerkschaft ver.di versenkten die ehemaligen Beschäftigten der drei Berliner Hertie-Häuser am 27. August 2009 den Schriftzug des Hertie-Konzerns symbolisch in der Spree.[30]

Im August 2012 erwarb das Osnabrücker Unternehmen HDK AG aus der Insolvenzmasse die Namensrechte an der Marke „Hertie“, um sie künftig für Online-Shops zu nutzen.[31]

1930 in Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaufhaus-Filialen der Hermann Tietz OHG, eingetragen im Berliner Adreßbuch 1930:[32]

Frühere Hertie-Warenhäuser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszug (für Kaufhäuser der späteren Hertie GmbH ab 1. Oktober 2005 siehe dort:[33])

  • Hermann Tietz: Der grösste Warenhaus-Konzern Europas im Eigenbesitz. Ein Buch sichtbarer Erfolge. Hrsg. von Hermann Tietz OHG. Verlag Max Schröder, Berlin 1928, 200 S., (bis 1932 jährlich wieder aufgelegt), OCLC 162322587.
  • Georg Tietz: [Firma] Hermann Tietz: Geschichte einer Familie und ihrer Warenhäuser. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1965, (bricht 1923 ab).
  • Hans Otto Eglau: Georg Karg. Der Herr von Hertie. In: Die Kasse muß stimmen. So hatten sie Erfolg im Handel. Econ-Verlag, Düsseldorf 1972, ISBN 3-430-12325-9, S. 33–49.
  • Friedrich W. Köhler: Zur Geschichte der Warenhäuser. Seenot und Untergang des Hertie-Konzerns. Haag + Herchen, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-86137-544-3.
  1. Simone Ladwig-Winters: Wertheim – ein Warenhausunternehmen und seine Eigentümer. Ein Beispiel der Entwicklung der Berliner Warenhäuser bis zur „Arisierung“. Lit-Verlag, Münster 1997, ISBN 3-8258-3062-4, S. 89.
  2. Inge Braun, Helmut Huber: Verführung auf sieben Etagen – Das Kaufhaus des Westens und seine Geschichte. Radio-Feature, Ko-Produktion: RBB, DLF, August 2007, 27 S., Manuskript, (PDF; 27 S., 101 kB).
  3. Wolfgang Wölk: Jandorf, Adolf. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 10, Duncker & Humblot, Berlin 1974, ISBN 3-428-00191-5, S. 332 f. (Digitalisat).
  4. Nils Busch-Petersen: Adolf Jandorf. Vom Volkswarenhaus zum KaDeWe. Hentrich & Hentrich, Berlin 2007, ISBN 978-3-938485-10-1, S. 74.
  5. ab Ladwig-Winters: Wertheim […], 1997, S. 109.
  6. Ladwig-Winters: Wertheim […], 1997, S. 91, Zitat von Albrecht Wertheim.
  7. Ladwig-Winters: Wertheim […], 1997, S. 150.
  8. Hermann Tietz: Der grösste Warenhaus-Konzern Europas im Eigenbesitz. Ein Buch sichtbarer Erfolge. Verlag Max Schröder, Berlin 1928, 200 S., [bis 1932 jährlich wieder aufgelegt].
  9. Ladwig-Winters: Wertheim […], 1997, S. 157.
  10. Ladwig-Winters: Wertheim […], 1997, S. 155.
  11. Ladwig-Winters: Wertheim […], 1997, S. 151.
  12. Ladwig-Winters: Wertheim […], 1997, S. 51.
  13. Friedrich W. Köhler: Zur Geschichte der Warenhäuser. Seenot und Untergang des Hertie-Konzerns. Haag + Herchen, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-86137-544-3, S. 22.
  14. ab Ladwig-Winters: Wertheim […], 1997, S. 181.
  15. H.O. Eglau: Der Herr von Hertie. In: Die Zeit, Nr. 48, 27. November 1970.
  16. ab Ina Neumann: Karg, Georg. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 11, Duncker & Humblot, Berlin 1977, ISBN 3-428-00192-3, S. 152 f. (Digitalisat).
  17. Karg, Georg. In: Munzinger-Archiv, 19. März 1973; abgerufen am 1. Dezember 2017, nur Artikelanfang frei.
  18. Ladwig-Winters: Wertheim […], 1997, S. 183.
  19. H.O. Eglau: Georg Karg. Der Herr von Hertie, S. 43.
  20. Cay Dobberke: Jüdische Handelsgeschichte in Berlin. Der Warenhauskönig. In: Der Tagesspiegel, 7. November 2013.
  21. Ladwig-Winters: Wertheim […], 1997, S. 152.
  22. ab Filiale am Dönhoffplatz 1928: Aufnahme vom Kaufhaus Tietz am Dönhoffplatz 1928. Getty Images / Ullstein Bild.
  23. abc Thomas Heise, Felix Kurz, Harald Schumann: Affären. Steuertricks der Hertie-Erben. In: Der Spiegel. Nr. 22, 1999 (online).
  24. Rudolf Kahlen: Händler und Hoteliers wollen eine eigene Kreditkarte herausgeben. Banken und Sparkassen setzen sich mit allen Mitteln dagegen zur Wehr. Poker um Plastikgeld. (Memento vom 13. Oktober 2017 im Internet Archive). In: Die Zeit, 3. Juli 1987.
  25. Gunhild Freese: Warenhäuser: Ein neuer Zusammenschluß treibt den Konzentrationsprozeß voran: Flucht in die Größe. (Memento vom 2. Dezember 2017 im Internet Archive). In: Die Zeit, 12. November 1993, Nr. 46.
  26. David Schraven: Hertie-Stiftung kommt davon. In: taz, 19. Mai 2001.
  27. Warenhauskette: Erste Hertie-Häuser schließen in Deutschland. In: Welt Online. 12. Februar 2009, abgerufen am 21. April 2021.
  28. Hälfte der Hertie-Filialen schließt. Focus.de, 8. August 2009 (dpa).
  29. Letzter Ladenschluss für Hertie. (Nicht mehr online verfügbar.) In: tagesschau.de. 15. August 2009, archiviert vom Original am 18. August 2009; abgerufen am 27. Januar 2014.
  30. bb: Hertie-Schriftzug in Spree versenkt. In: Bild-Zeitung, 27. August 2009 (dpa).
  31. Neustart im Netz. Serviette.de übernimmt. In: Handelsblatt, 2. August 2012 (dpa).
  32. Warenhäuser. In: Berliner Adreßbuch, 1930, Teil 2, S. 790.
  33. Hertie. (PDF; 1,75 MB) In: Initiative Friedrichstraße e. V. (Wuppertal). 10. Oktober 2006, S. 3–4, abgerufen am 26. November 2017.
  34. abcd Schließungsfilialen. (Memento vom 12. September 2020 im Internet Archive). In: galeria.de.
  35. Lisa Inhoffen: Einzug bestätigt: Peek&Cloppenburg zieht in ehemaligen Karstadt in Bonn. In: General-Anzeiger (Bonn), 2. Februar 2021.
  36. Manfred Ulferts: Steht Kaufhaus-Gebäude in Emden „herrenlos“ da? (Memento vom 2. August 2012 im Webarchiv archive.today). In: Emder Zeitung, 23. Dezember 2009.
  37. Wolfgang Voigt: Alle Arbeitsplätze bleiben erhalten. Aus Karstadt Sports in Karlsruhe wird Sportscheck. In: BNN, 19. August 2020; abgerufen am 6. April 2021.
  38. Neumarkt Galerie. koeln.de; abgerufen am 6. April 2021.
  39. Magdalene Quiring-Lategahn: Altes Hertie-Haus: Umbau soll im Sommer starten. In: Der Westen, 13. Mai August 2014.
  40. Ulrike Trimborn: Neuer Investor für das ehemalige Hertie-Haus: Stadt und Tecklenburg setzen Startschuss für Wohn- und Geschäftsquartier in der Ratinger Innenstadt. Stadt Ratingen, Pressemitteilung, 11. April 2018; abgerufen am 6. April 2021.
    Ulrike Trimborn: Abbruch des Hertie-Hauses beginnt. Stadt Ratingen, Pressemitteilung, 26. April 2019; abgerufen am 6. April 2021.
  41. Sarah Zaheer: Vom Klotz zur Kleinteiligkeit. In: taz, 18. Juli 2020.
  42. Björn Carstens: Neuer Pferdemarkt: Shopping-Paradies lädt ein. In: kreiszeitung-wochenblatt.de, 23. März 2018; abgerufen am 6. April 2021.
  43. Jörg Dammann: Parken rund um die Uhr an sieben Tagen. kreiszeitung-wochenblatt.de, 25. Juni 2019; abgerufen am 6. April 2021.
  44. Martin Haar: Handel zwischen Chance und Risiko: Königstraße wird an vielen Stellen umgebaut. In: Stuttgarter Nachrichten. 1. Oktober 2017, abgerufen am 11. Januar 2020 (mit 6 Bildern).
  45. Mara Javorovic: Neuer Store in Stuttgart: Karstadt Sports: Comeback an der Königstraße. In: TextilWirtschaft, 6. Dezember 2018, mit Fotostrecke.
  46. Andreas Helfer: Museum Troisdorf. Andenken an Hertie-Filiale in der Kölner Straße gesucht. In: Kölner Stadt-Anzeiger, 23. Mai 2016.

Mondmann – Wikipedia

Film
Mondmann
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2007
Länge 29 Minuten
Altersfreigabe FSK freigegeben ohne Altersbeschränkung
Stab
Regie Fritz Böhm
Drehbuch Fritz Böhm
Produktion Toccata Film in Co-Produktion mit Bayerischer Rundfunk und der Hochschule für Fernsehen und Film München
Musik Martina Eisenreich
Kamera Michael Praun (BVK)
Schnitt Horst Reiter
Besetzung

Der Kurzfilm Mondmann ist ein deutscher Kinderfilm aus dem Jahr 2007. Die Literaturverfilmung basiert auf dem gleichnamigen Bilderbuch von Tomi Ungerer (erstmals erschienen 1966 im Diogenes Verlag).

Regisseur Fritz Böhm erzählt die Geschichte des einsamen Mondmanns, gespielt von Michael Tregor. In weiteren Rollen agieren Piet Klocke und Ralf Richter. Mit viel Phantasie und in poetischen Bildern entführt der Film in die Vorstellungswelt eines Kindes.

Auf Erden zu wandeln und unter Menschen zu sein – davon träumt der Mondmann seit er denken kann. Von seiner einsamen Himmelswohnung aus scheint die blaue Kugel zum Greifen nah. Und doch liegt sie in unerreichbarer Ferne. Eines Nachts erhält er eine überraschende Chance: Mithilfe eines vorbeifliegenden Kometen gelingt es ihm, sein Zuhause zu verlassen und zur Erde zu reisen. Angekommen am Ort seiner Träume verläuft jedoch alles ganz anders, als er es sich vorgestellt hatte. Die Menschen, allen voran ein karrierebesessener General, geraten durch den Kometeneinschlag in höchste Panik. Denn die bleiche Kreatur, die dort aus dem Krater steigt, wird sofort für einen gefährlichen Eindringling gehalten. Eine großangelegte Fahndung nimmt ihren Lauf. Es ist die acht Jahre alte „Wissenschaftlerin“ Lucia, die als einzige bemerkt, was es mit dem Eindringling wirklich auf sich hat. Im nebligen Wald findet sie das verschreckte Männlein und bringt ihn in das Schloss ihres Großvaters, Professor Bunsen Van der Dunkel. Jedoch dauert es nicht lange, bis der General herausfindet, wo sich der „Eindringling“ versteckt. Lucia setzt nun all ihre Phantasie ein und schmiedet für den Mondmann einen raffinierten Fluchtplan: Im Turm des Schlosses ruht eine rostige Mondrakete, die ihn schließlich wieder nach Hause bringt.

Für Fritz Böhm und seine Produzenten Sven Nuri und Christoph Strunck stand Mondmann am Ende ihres Studiums an der Hochschule für Fernsehen und Film München und war zugleich ihr gemeinsamer Abschlussfilm. Für die aufwändigen Visual Effects kam es erstmals zu einer Kooperation zwischen der HFF München, der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg und der Firma ARRI. Als Co-Produzenten beteiligte sich unter anderem auch der in München ansässige TV-Sender Bayerischer Rundfunk. Mondmann feierte pünktlich zur totalen Mondfinsternis am 3. März 2007 in München Premiere. Die internationale Uraufführung fand im April 2007 auf dem Toronto International Film Festival in der Kinderfilmsektion Sprockets statt.

Die symphonische Filmmusik zum Mondmann verhalf der jungen Filmkomponistin Martina Eisenreich zum Einzug in die Konzertsäle und ist inzwischen auch auf CD erschienen[1]. Die höchst unterschiedlichen Charaktere der handelnden Personen inspirierten sie zu einer abwechslungsreichen und farbigen Tondichtung, die das Deutsche Filmorchester Babelsberg in sein Konzertrepertoire aufgenommen hat[2].

„Eine Odyssee zur Erde herab unternimmt der einsame Mondmann, weil es seine größte Sehnsucht ist, einmal unter Menschen zu wandeln. Aber des Kometen wegen, den er sich als Bewegungsmittel wählt, wird er als gefährlicher Eindringling angesehen. Nur die siebenjährige Wissenschaftlerin Lucia kann ihn retten – und tut es auch beherzt.

Technisch überaus anspruchsvoll, liebevoll ausgestattet und gekonnt inszeniert, ist dies einer jener zauberhaften Filme, bei denen die Machart sich ganz in den Dienst des Erzählten stellt. Visuelle Effekte und phantastische Gestalten begeistern mit ihrer Poesie. Besonders beeindruckend gelungen ist der Mondmann. Wenn er dann eine Träne vergießt, ist das berührend.

Hat es seit Georges Méliès (1861–1938) einen schöneren Mond gegeben? Der unter der Regie von Fritz Böhm nach einem Kinderbuch von Tomi Ungerer entstandene funkelschöne Film wirkt wie Hommage und Antwort auf den Méliès-Film ‚Le voyage dans la lune‘ von 1902. Das wohl Schönste aber, was sich über diesen Film sagen lässt, ist, dass er Kinder verzaubern kann.“

  • Kinderfilmpreis Der weiße Elefant für die Produzenten sowie die Kinderdarstellerin Jana Andjelkovic[3]
  • Nominierung für den Kinderfilmpreis Goldener Spatz (Preis des Deutschen Kinder-Film & Fernseh Festival)
  • Prädikat „besonders wertvoll“ der Filmbewertungsstelle Wiesbaden
  1. Musikalisches Portrait der deutschen Filmkomponistin Martina Eisenreich
  2. Kompositionen von Martina Eisenreich@1@2Vorlage:Toter Link/www.martina-eisenreich.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. Kinder-Medien-Preis 2007. In: Homepage. Medien-Club München e.V., abgerufen am 25. September 2015.

Friedrich Ahlers-Hestermann – Wikipedia

Friedrich Ahlers-Hestermann 1906, Federzeichnung von Jules Pascin

Friedrich Ahlers-Hestermann (* 17. Juli 1883 in Hamburg; † 11. Dezember 1973 in Berlin) war ein deutscher Maler und Kunstschriftsteller. Er war Mitglied des Hamburgischen Künstlerclubs von 1897 sowie des Hamburger Künstlervereins von 1832 und Schüler der Académie Matisse in Paris. Nach dem Ersten Weltkrieg war er Mitbegründer der Hamburgischen Sezession. Er lebte mit seiner Ehefrau, der russisch-deutschen Künstlerin Alexandra Povòrina (1885–1963), in Hamburg, München, Köln und Berlin. Während der Zeit des Nationalsozialismus zog er sich in die innere Emigration zurück. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er zum Gründungsdirektor der Hamburger Landeskunstschule berufen.

Arthur Siebelist: Meine Schüler und ich (1902), rechts Ahlers-Hestermann

Friedrich Ahlers-Hestermann stammte aus einer Hamburger Kaufmannsfamilie, die traditionsgemäß eine andere als eine künstlerische Laufbahn für den Sprössling vorgesehen hatte. Sein Vater war der Kaufmann Hugo Ahlers-Hestermann. Dennoch unterstützte die Familie dessen selbst gewählte beruflichen Ambitionen. Seine künstlerische Basisausbildung erhielt er zwischen 1899 und 1903 bei dem Hamburger Naturmaler Arthur Siebelist, auf Empfehlung des Hamburger Kunsthallendirektors Alfred Lichtwark. Anders als in den Kunstakademien, die vor allem nach Gipsabgüssen im Atelier arbeiteten, fand der Unterricht bei Siebelist, zumindest im Sommer, im Freien statt. Lediglich im Winter traf man sich in einem angemieteten Atelier.

von links: Franz Nölken, Walter Voltmer und Friedrich Ahlers-Hestermann um 1902 in Hittfeld

Siebelists Wertschätzung für den Maler Wilhelm Leibl wirkte sich zunächst auch auf die Malweise Ahlers-Hestermanns aus. Um 1900 malte er von Leibl inspirierte heimelige häusliche Familienszenen. Die Gemälde, die auf den sommerlichen Ausflügen auf dem Lande entstanden sind, zeigen bald eine luftige Malweise, die von der Liebe zu Farben und einem leichten Pinselstrich herrührt.

Seine erste Ausstellungsbeteiligung hatte Ahlers-Hestermann 1903 anlässlich der Frühjahrsausstellung der Hamburger Kunsthalle. Im gleichen Jahr beendete er die Ausbildungszeit bei Siebelist und nahm sich zusammen mit Franz Nölken ein eigenes Atelier. Obwohl er bald in Hamburg als Maler Anerkennung fand, suchte er nach weiteren Entwicklungsmöglichkeiten, die ihm die Hansestadt, die damals über keine Kunstakademie verfügte, nicht bieten konnte.

Paris[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1907 und 1914 hielt er sich immer wieder für einige Monate in Paris auf, dem Zentrum der künstlerischen Avantgarde. Er fand dort Kontakt zum deutschen Künstlerkreis des Café du Dôme. 1909 studierte er gemeinsam an der Académie Matisse mit den Malerfreunden des Hamburgischen Künstlerklubs Franz Nölken, Walter Alfred Rosam und Gretchen Wohlwill. Unter den Eindrücken der modernen Pariser Malerei, vor allem von Matisse und Cézanne, entwickelte Ahlers-Hestermann immer mehr seinen eigenen Stil, der grundsätzlich dem Gegenständlichen verbunden bleiben sollte. In Paris lernte er auch 1912 seine spätere Frau, die aus St. Petersburg stammende Malerin Alexandra Povòrina (eigentlich Alexandra von Povorinskaya) kennen.

Erster Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1914 kehrte Ahlers-Hestermann nach Hamburg zurück, Alexandra Povòrina folgte ihm nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Sommer des gleichen Jahres in seine Heimatstadt. Wegen eines Lungenleidens wurde er nicht zum Kriegsdienst eingezogen. Mit seiner Lebensgefährtin reiste er 1915 nach Limburg an der Lahn, um der nationalistisch angeheizten russenfeindlichen Stimmung zu entfliehen. 1916, während eines kurzen Aufenthalts in München, gebar Povòrina einen Sohn, der kurz nach der Geburt verstarb.

Trotz der Kriegszeit stellten sich erste künstlerische Erfolge ein: die Hamburger Kunsthalle kaufte drei seiner Bilder. 1918 wurde er Lehrer an der Kunstschule Gerda Koppel.

Hamburg und Köln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurz nach Kriegsende, 1919, war Ahlers-Hestermann zusammen mit Povòrina, Alma del Banco und Gretchen Wohlwill und Heinrich Steinhagen maßgeblich an der Gründung der Hamburgischen Sezession beteiligt. Diese Sezession war keine Abspaltung, sondern sollte eine Elitegruppe der modernen Künstler und Künstlerinnen der Hansestadt verkörpern, die das allgemeine Niveau der bildenden Künste sowie die gesamte kulturelle Atmosphäre der Stadt zu verbessern angetreten war. In den Zehner- und Zwanzigerjahren des 20. Jahrhunderts unternahm er zusammen mit Povòrina zahlreiche Malreisen – vor allem nach Süddeutschland. In der Künstlerkolonie Neue Welt der Würzburger Malerin Gertraud Rostosky trafen sie mit Kollegen wie Otto Modersohn zusammen. Mit wachsender Bekanntheit in den folgenden Jahren bekam er auch Angebote für Lehraufträge aus anderen Städten etwa von der Akademie in Breslau. Von April 1924 bis 1930 war er 1. Vorsitzender der Hamburgischen Künstlerschaft.

1928 nahm er den Ruf als Professor für „Bildmalerei, Akt- und Naturzeichnen“ an den Kölner Werkschulen an, wo u. a. Joseph Mader sein Meisterschüler wurde. Die geografische Nähe zu Paris regten seine Auseinandersetzung mit der französischen Kunst erneut an. Außerdem begründete er die Künstlergemeinschaft „Gruppe ’32“ mit.

Er verkehrte im Haus des vermögenden Reeders Bernhard Blumenfeld und unterrichtete dessen Tochter Clara in der Malerei.

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten endete für Ahlers-Hestermann eine beruflich und gesellschaftlich erfüllte Zeit. Im März 1933 wurde seine Professur in Köln nach dem Berufsbeamtengesetz, als „Beamter, der nach seiner bisherigen politischen Betätigung nicht die Gewähr dafür bietet, dass er jederzeit rückhaltlos für den nationalen Staat eintritt“, gekündigt. Er verlegte sich nun auf die Kunstschriftstellerei und erteilte für den Lebensunterhalt Privatstunden.

1939 flüchtete er mit Frau und Tochter, der späteren Textil- und Glaskünstlerin Tatiana Ahlers-Hestermann, in die schützende Anonymität der Großstadt Berlin, wo die Familie den Zweiten Weltkrieg überlebte.

1945 bis 1973[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ende der Zeit des Nationalsozialismus und des Krieges wurde er wiederum nach Hamburg zum Wiederaufbau der Landeskunstschule am Lerchenfeld gerufen, deren Leiter er bis 1951 blieb. Die eigene künstlerische Arbeit trat somit in den Hintergrund.

Erst nach seiner Pensionierung und seiner Rückkehr nach Berlin, wo Povòrina noch als Dozentin an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee tätig war, konnte er seine Energie wieder verstärkt der Malerei widmen. Von 1956 bis 1973 arbeitete er schließlich als Direktor der Abteilung Bildende Kunst an der Akademie der Künste in Berlin.

  • Flusslandschaft bei Bardowick (1901), Öl/Pappe, 65 × 72 cm, Nordfriesisches Museum. Nissenhaus Husum
  • Bildnis der Malerin Anita Rée (1915), Öl/Leinwand, 90 × 70 cm, Hamburger Sparkasse
  • Felsen an der Lahn (1915), Öl/Leinwand, 60 × 73 cm, Hamburger Kunsthalle
  • Alexandra Povòrina schreibend (1919), Öl/Leinwand, 60 × 73 cm, M.M. Warburg & Co.
  • Vorfrühling in Blankenese (1921), Öl/Leinwand, 70 × 59 cm, Altonaer Museum, Hamburg
  • Stillleben mit Katze und Blumen (1931), Öl/Holz, 90 × 75 cm, Hamburger Kunsthalle
  • Porträt Bruno Kuske (1935), Öl/Leinwand, 90,5 × 70,5 cm, Universität Köln
  • Tristan (1951), Öl/Leinwand, 70 × 80 cm, Privatbesitz[1]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stilwende – Aufbruch der Jugend um 1900. Berlin 1941.
  • Pause vor dem dritten Akt. Berlin 1949.
  • Bilder und Schriften (= Schriftenreihe der Akademie der Bildenden Künste. Bd. 2). Berlin 1968.
  • 1970: Prisma ’70. 18. Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes, Rheinisches Landesmuseum Bonn[2]
  • 1992: Die Hamburgische Secession 1919–1933, Galerie Herold, Hamburg
  • 2003: Friedrich Ahlers-Hestermann (1883–1973). Maler, Lehrer, Schriftsteller, Hamburger Sparkasse, Hamburg
  • 2005: Ausstellungspremiere. Forum für Nachlässe von Künstlerinnen und Künstlern e. V., Künstlerhaus Sootbörn, Hamburg
  • 2007: Künstlerische Tendenzen nach 1945 in Hamburg, Haspa-Galerie, Hamburg
  • 2010: Eine Hamburger Künstlerfamilie. Friedrich Ahlers-Hestermann – Alexandra Povòrina – Tatiana Ahlers-Hestermann, Forum für Nachlässe von Künstlerinnen und Künstlern e. V. Künstlerhaus Sootbörn, Hamburg

Der Nachlass befindet sich im Besitz des Forums für Nachlässe von Künstlerinnen und Künstlern e. V., Hamburg.

  1. Abb. in: Deutscher Künstlerbund 1950. Erste Ausstellung 1. Aug. – 1. Okt. 1951, Berlin 1951. (Katalog ohne Seitenangaben)
  2. Ausstellungskatalog 1970: Abb. 2 (Friedrich Ahlers-Hestermann: Pik-As, 1969, Öl auf Leinwand, 30 × 65 cm)
  • Ausstellungskatalog Die Hamburgische Secession. 1919–1933. Galerie Herold, Hamburg 1992
  • Ina Ewers-Schultz: Ahlers-Hestermann, Friedrich. In: Franklin Kopitzsch, Dirk Brietzke (Hrsg.): Hamburgische Biografie. Band 5. Wallstein, Göttingen 2010, ISBN 978-3-8353-0640-0, S. 14–16.
  • Ina Ewers-Schultz: Friedrich Ahlers-Hestermann, 1883–1973, Maler, Lehrer, Schriftsteller. Hrsg. Hamburger Sparkasse. Hamburg 2003
  • Peter Kropmanns, Carina Schäfer: Private Akademien und Ateliers im Paris der Jahrhundertwende. In: Die große Inspiration. Deutsche Künstler in der Académie Matisse. Bd. 3. Kunst-Museum Ahlen/Westf. 2004, ISBN 3-89946-041-3 (Katalog der gleichnamigen Ausstellung, 27. Februar bis 1. Mai 2000).
  • Anke Manigold: Der Hamburger Maler Friedrich Ahlers-Hestermann, 1883–1973, Leben und Werk. Hamburg 1986 (Diss.)
  • Reine Quelle der Kunst. In: Die Zeit. Nr. 10/1949.
  • Carsten Meyer-Tönnesmann: Ahlers-Hestermann, Friedrich. In: Der neue Rump. Lexikon der Bildenden Künstler Hamburgs, Altonas und der näheren Umgebung. Wachholtz, Neumünster 2005, ISBN 978-3-529-02792-5, S. 8–9.
  • Ahlers-Hestermann, Friedrich. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 1: A–D. E. A. Seemann, Leipzig 1953, S. 16–17.

Deutsches Märchen- und Wesersagenmuseum – Wikipedia

Das Deutsche Märchen- und Wesersagenmuseum befindet sich in der Villa Paul Baehr, einer prachtvollen Jugendstil-Villa, am Kurpark von Bad Oeynhausen. Hervorgegangen aus der privaten Stiftung des 1992 verstorbenen Volkskundlers und Schriftstellers Karl Paetow,[1] bietet das Museum Einblicke in das weite Feld der alten Volkserzählungen und beschäftigt sich vornehmlich mit der bildlichen Umsetzung von Märchen- und Sagenmotiven. Es zeigt Illustrationen zu den bekannten Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, die im Weserbergland viele ihrer Märchenstoffe gefunden haben, sowie anderer Märchensammler und -erzähler ebenso wie künstlerisch weit über die Buchillustration hinausgehende bildliche Umsetzungen von aktuellen Künstlern und Künstlerinnen.

1973 schenkte der Kunsthistoriker und Schriftsteller Karl Paetow (1903–1992) der Stadt Bad Oeynhausen seine private Märchen- und Sagensammlung,[2] die noch im selben Jahr in den Erdgeschossräumen der Paul-Baehr-Villa, Am Kurpark 3, in Bad Oeynhausen eröffnet wurde. Sie umfasst einen großen Bestand an Märchenbüchern, zahlreiche Märchen- und Sagenillustrationen in Form von Originalgraphiken und druckgraphischen Reproduktionen sowie Märchenfiguren und Gegenständen mit Bezug zu Märchen und Sage.[3]

Bis 1981 leitete der Sammler selber das Museum ehrenamtlich. 1982 wurde eine hauptamtliche wissenschaftliche Stelle eingerichtet, von der seitdem die zwei in städtischer Trägerschaft befindlichen Museen, das Märchenmuseum ebenso wie der Museumshof der Stadt Bad Oeynhausen betreut werden. In den 1980er Jahren entstandene Pläne zum Ausbau des Märchenmuseums zu einem Internationalen Märchenzentrum wurden in den 1990er Jahren wieder zu den Akten gelegt.

Seit Anfang der 1980er Jahre wurden die Sammlungen des Museums durch Ankäufe und Schenkungen besonders im grafischen Bereich ergänzt. Der Museumsgründer brachte zahlreiche Blätter mit mythologischen Szenen, Bilder zu Sagen des klassischen Altertums oder zu Figuren der Volkserzählung wie Till Eulenspiegel, Münchhausen, Rattenfänger, Rübezahl oder Widukind in die Sammlung ein. Später kam als Sammelgebiet die bildliche Darstellung von Erzählsituationen dazu. Den Ansatz Paetows, ein Museum für die lebendige Tradierung der Märchen schaffen zu wollen, werden seit den 1990er Jahren auch Unikatbücher, Handpressendrucke und andere aktuelle Werke von Künstlern zu Märchen, Mythen und Sagen erworben, bedeutet doch jede künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema auch immer wieder eine Neuinterpretation der alten Geschichten. Im Bereich der populären Massenware besitzt das Museum eine umfangreiche Postkartensammlung sowie Gesellschaftsspiele und Spielzeug, Tonträger und Diaserien, Schulwandbilder, Sammelbilderalben, Briefmarken und Plakate. Textilien, Porzellanfiguren, Sammeltellerserien und Kindergeschirre mit Märchenmotiven usw. ergänzen das Sammlungsspektrum.[4]

1978 gründete Karl Paetow zusammen mit dem Kaufmann Walter Frei den „Förderkreis des Deutschen Märchen- und Wesersagenmuseums e. V.“ zur Unterstützung der Museumsarbeit. Der Verein finanziert seit vielen Jahren nicht nur Ankäufe für die Sammlungen, sondern auch sämtliche Veranstaltungen des Museums.[5]

  • 1973–1981: Karl Paetow (ehrenamtlich)
  • 1982–1991: Gerhard Seib (hauptamtlich)
  • 1992–2021: Hanna Dose (hauptamtlich)[6]
  • ab 2021: Hendrik Tieke (hauptamtlich)[7]

Zum Museum gehört eine gut bestückte Präsenzbibliothek mit rund 16.000 Bänden[2] Märchen aus aller Welt in deutschsprachigen Ausgaben, Sagen aus dem deutschsprachigen Raum sowie Literatur zur Stadt- und Landesgeschichte. Ergänzt wird der Bestand durch Nachschlagewerke und Fachzeitschriften.[8]

Das Deutsche Märchen- und Wesersagenmuseum Bad Oeynhausen bietet ein umfangreiches Veranstaltungsangebot mit Erzählstunden,[9] Erzählkreisen,[10] Lesungen, Vorträgen, Führungen,[11] Workshops, Geburtstagstagsangeboten[12] usw.[13] Unter anderem lädt das Museum seit seiner Eröffnung an jedem 1. Freitag im Monat um 16 Uhr zu einer Märchenerzählstunde für Jung und Alt ein. Nach Voranmeldung können auch Gruppen jeder Altersklasse (ab 5 Jahren) eine Märchenerzählstunde buchen. Höhepunkt im Veranstaltungskalender sind die seit 1993 jährlich Ende Oktober stattfindenden Märchentage.[14]

Pro Jahr zeigt das Museum zudem drei Sonderausstellungen zu kulturgeschichtlichen Thema rund um Märchen, Mythen und Sagen oder auch Ausstellungen mit Arbeiten von Künstlern zum Thema. Auch Kooperationen mit Künstlervereinigungen, Sammlern u. a. m. gehören dazu.

Anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Staatsbades Bad Oeynhausen im Jahre 1998 kreierten Studenten der Fachhochschule Bielefeld märchenhafte und phantasievolle Kostüme. Eine konkrete Anlehnung an Märchenfiguren sollte vermieden werden.

In Kooperation mit den Kunsterziehern am Gymnasium des Ortes gab es mehrmals Kooperationen für märchenhafte Kunstprojekte.

Im September 2019 wurde dem Museum der Europäische Märchenpreis verliehen für seine „Professionalität und Beharrlichkeit“ bei seiner „engagierte[n] Vermittlung von Märchen und Märchenforschung“: „Immer wieder fand und findet es noch traditionelle, originelle aber auch ganz aktuelle, sowie pädagogisch durchdachte Annäherungsweisen an ein nicht nur museales, also historisches Thema.“[15]

  1. Dr. Karl Paetow (1903–1992). In: badoeynhausen.de, abgerufen am 31. Dezember 2020.
  2. ab Deutsches Märchen- und Wesersagenmuseum [Selbstvorstellung]. In: badoeynhausen.de, abgerufen am 31. Dezember 2020.
  3. Dauerausstellung. In: badoeynhausen.de, abgerufen am 31. Dezember 2020.
  4. Was sammelt das Museum? In: badoeynhausen.de, abgerufen am 31. Dezember 2020.
  5. Förderkreis des Deutschen Märchen- und Wesersagenmuseums e.V. In: badoeynhausen.de, abgerufen am 31. Dezember 2020.
  6. Malte Samtenschnieder: Sie hat Märchenmuseum und Museumshof geprägt (Interview mit Dr. Hanna Dose). In: www.westfalen-blatt.de. 21. September 2021, abgerufen am 28. Dezember 2021.
  7. Malte Samtenschnieder: „Ich freue mich, vor Ihnen zu stehen“ (Vorstellung Dr. Hendrik Tieke). In: www.westfalen-blatt.de. 1. Dezember 2021, abgerufen am 28. Dezember 2021.
  8. Bibliothek. In: badoeynhausen.de, abgerufen am 31. Dezember 2020.
  9. Märchenerzählstunden. In: badoeynhausen.de, abgerufen am 31. Dezember 2020.
  10. Erzählkreis. In: badoeynhausen.de, abgerufen am 31. Dezember 2020.
  11. Vgl. Führungen. In: badoeynhausen.de, abgerufen am 31. Dezember 2020.
  12. Kindergeburtstagsangebote. In: badoeynhausen.de, abgerufen am 31. Dezember 2020.
  13. Museumspädagogische Angebote. In: badoeynhausen.de, abgerufen am 31. Dezember 2020.
  14. Vgl. Bad Oeynhausener Märchentage. In: badoeynhausen.de, abgerufen am 31. Dezember 2020.
  15. Sabine Wienker-Piepho: Europäischer Märchenpreis 2019 für das Deutsche Märchen- und Wesersagenmuseum Bad Oeynhausen. [Pressemitteilung im Namen der Märchen-Stiftung Walter Kahn vom 14. Juni 2019.] In: maerchen-stiftung.de, abgerufen am 31. Dezember 2020.

Shared Memory – Wikipedia

Shared Memory (dt. „gemeinsam genutzter Speicher“) wird in der Computertechnik verwendet und kann dabei je nach Kontext eine andere Technologie beschreiben:

Hier nutzen zwei oder mehrere Prozesse einen bestimmten Teil des Hintergrundspeichers (RAM) gemeinsam. Für alle beteiligten Prozesse liegt dieser gemeinsam genutzte Speicherbereich in deren Adressraum und kann mit normalen Speicherzugriffsoperationen ausgelesen und verändert werden. Meist wird dies über Pagingmechanismen realisiert, indem beide Prozesse gleiche Seitendeskriptoren verwenden, wodurch die gleiche Speicherseite (Kachel) im Hintergrundspeicher verwendet wird. Die meisten modernen Betriebssysteme bieten Mechanismen zur gemeinsamen Speichernutzung an.

Bei MIMD-Architekturen unterscheidet man eng gekoppelte und lose gekoppelte Systeme, wobei Mehrprozessorsysteme zur Klasse der eng gekoppelten Systeme gehören. In eng gekoppelten Mehrprozessorsystemen teilen sich die verschiedenen Prozessoren einen gemeinsamen Speicher (Shared Memory). Gegenüber lose gekoppelten MIMD-Architekturen hat dies folgende Vorteile:

  • die Prozessoren haben alle dieselbe Sicht auf die Daten und können daher auf einfache Art und Weise miteinander kommunizieren
  • der Zugriff auf den gemeinsamen Speicher erfolgt sehr schnell

Aus diesen Gründen ist ein eng gekoppeltes MIMD-System in der Regel einfacher zu programmieren als ein lose gekoppeltes MIMD-System. Allerdings kann der gemeinsam genutzte Speicher auch schnell zum Flaschenhals werden, wenn zu viele Prozessoren vorhanden sind, da (bei einem gemeinsam genutzten Speicherbus) zu einer Zeit immer nur ein Prozessor auf den Speicher zugreifen kann. Um dem entgegenzuwirken, werden in der Regel Caches verwendet, d. h. die Prozessoren speichern einmal gelesene Werte in einem eigenen, privaten Speicher ab und müssen diese nur dann aktualisieren, wenn sie selbst oder ein anderer Prozessor diese verändert haben. Um auch dies möglichst effizient zu bewerkstelligen, kommen Techniken wie beispielsweise Bus Snooping und Write-Through-Caches zum Einsatz.

Verbindungsorientierte Mehrprozessorsysteme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Selbst beim Einsatz der oben genannten Techniken können die beschriebenen busorientierten Mehrprozessorsysteme nicht besonders gut skaliert (d. h. um weitere Prozessoren erweitert) werden, da jeder hinzugefügte Prozessor die Anzahl der Zugriffe auf den Bus erhöht. Irgendwann ist die Kapazität des Busses ausgeschöpft. Aus diesem Grund wurde das Konzept der verbindungsorientierten Mehrprozessorsysteme entwickelt. Hierbei blockiert der Speicherzugriff eines Prozessors nicht den gesamten Speicher, sondern nur einen Teil davon. Dies wird erreicht, indem Technologien wie Kreuzschienenverteiler oder Omega-Netzwerke zum Einsatz kommen. Diese Technologien sind allerdings teuer, weshalb man in der Praxis zur Steigerung der Rechenleistung anstelle von (eng gekoppelten) verbindungsorientierten Mehrprozessorsystemen eher lose gekoppelte MIMD-Architekturen wie beispielsweise Computercluster verwendet.

Einige Grafikkartenhersteller bieten Grafikkarten mit „Shared-Memory-Technologie“ an, dabei handelt es sich allerdings nicht um den genannten IPC-Mechanismus, sondern um ein Verfahren, bei dem die Grafikkarte den Hauptspeicher eines Computers mitbenutzt, auch als Integrated Graphics Processor bezeichnet. Dies kann einerseits eine Verlangsamung der Grafikhardware und der CPU zur Folge haben, weil nun der Speicherbus zum Flaschenhals werden kann. Andererseits hat es aber den Vorteil, dass die Grafikkarte zumeist billiger verkauft werden kann, weil sie keinen eigenen Speicher benötigt. Diese Technologie kommt überwiegend bei Notebooks zum Einsatz, wobei hierbei sogar weitere Vorzüge anzuführen sind. Durch das Einsparen von zusätzlichen Grafik-Speicher-Chips wird eine bessere Energieeffizienz erreicht und verhilft Notebooks damit in der Regel zu einer längeren Akkulaufzeit. Zudem bieten nahezu alle Shared-Memory-Anbieter, wie auch die Intel-GMA-Modelle, eine variable Nutzung des Hauptspeichers. So können zwar 256 MB angesprochen und genutzt werden, normalerweise wird jedoch nur ein Bruchteil belegt (z. B. 16 MB). Bei AMD heißt der gemeinsam genutzte Speicher UMA, wobei stets auf Techniken hingewiesen wird, die das Problem Speicherdurchsatz reduzieren.

Verstärkt kommt Shared-Memory-Technologie somit bei Business-Notebooks, ultra-portablen Notebooks (Subnotebooks) oder preiswerten Notebooks zum Einsatz. In aktuellen Systemen ist man dazu übergegangen, den Hauptspeicher über Dual-Channel-Speichercontroller anzusprechen, wodurch die Bandbreite erhöht wird. Dadurch soll die Flaschenhalsproblematik gedämpft werden, so dass beide Prozessoren schnell darauf zugreifen können.

Weiterentwicklungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bezeichnungen TurboCache (Nvidia) und HyperMemory (ATI) sind marketingtechnisch aufgewertete Begriffe für Technologien bei Grafikkarten, die Shared Memory einsetzen. Sie kombinieren das Shared-Memory-Konzept mit einem (aus Kostengründen vergleichsweise kleinen) grafikkarten-eigenen Speicher, dadurch steht neben einem großen Shared Memory auch ein schneller Lokalspeicher zur Verfügung.

Stammliste des Hauses Romanow-Holstein-Gottorp – Wikipedia

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Wappen des Hauses Romanow-Holstein-Gottorp

Wappen der Zaren aller Reußen

Stammliste des Hauses Romanow-Holstein-Gottorp

  1. Karl Friedrich von Holstein-Gottorf ⚭ Anna Petrowna Romanowa (1708–1728), Tochter von Peter I. (siehe Stammliste des Hauses Romanow)
    1. Karl Peter Ulrich (1728–1762), 1739–1762 als Peter III. Kaiser von Russland ⚭ 1745 Sophie Auguste von Anhalt-Zerbst-Dornburg (1729–1796), 1762–1796 als Katharina II. Kaiserin von Russland
      1. Paul I. (1754–1801), 1796–1801 Kaiser von Russland ⚭(I) 1773 Wilhelmina Luisa von Hessen-Darmstadt (1755–1776); ⚭(II) 1776 Sophie Dorothee von Württemberg (1759–1828)
        1. (I) Tochter (1776)
        2. (II) Alexander I. (1777–1825), 1801–1825 Kaiser von Russland ⚭ 1793 Elisabeth Alexejewna (1779–1826)
          1. Marija (1799–1800)
          2. Jelisaweta (1806–1808)
        3. (II) Konstantin (1779–1831) ⚭(I) 1796 Juliane von Sachsen-Coburg-Saalfeld (1781–1860); ⚭(II) 1820 Joanna Grudzińska (1795–1831)
        4. (II) Alexandra (1783–1801) ⚭ 1799 Joseph von Toskana (1776–1847)
        5. (II) Jelena (1784–1803) ⚭ 1799 Friedrich Ludwig zu Mecklenburg (1778–1819)
        6. (II) Marija (1786–1859) ⚭ 1804 Karl Friedrich von Sachsen-Weimar-Eisenach (1783–1853)
        7. (II) Jekaterina (1788–1819) ⚭(I) 1809 Georg von Oldenburg (1784–1812); ⚭(II) 1816 Wilhelm I. von Württemberg (1781–1864)
        8. (II) Olga (1792–1795)
        9. (II) Anna (1795–1865) ⚭ 1816 Wilhelm II. der Niederlande (1792–1849)
        10. (II) Nikolaus I. (1796–1855), 1825–1855 Kaiser von Russland und 1825–1830 König von Polen ⚭ 1817 Charlotte von Preußen (1798–1860)
          1. Alexander II. (1818–1881), 1855–1881 Kaiser von Russland ⚭(I) 1841 Marie von Hessen-Darmstadt (1824–1880); ⚭(II) (morganatisch) 1880 Jekaterina Michailowna Dolgorukowa (1847–1922)
            1. (I) Alexandra (1842–1849)
            2. (I) Nikolai (1843–1865)
            3. (I) Alexander III. (1845–1894), 1881–1894 Kaiser von Russland ⚭ 1866 Dagmar von Dänemark (1847–1928)
              1. Nikolaus II. (1868–1918), 1894–1917 Kaiser von Russland ⚭ 1894 Alix von Hessen-Darmstadt (1872–1918)
                1. Olga (1895–1918)
                2. Tatjana (1897–1918)
                3. Marija (1899–1918)
                4. Anastasija (1901–1918)
                5. Alexei (1904–1918)
              2. Alexander (1869–1870)
              3. Georgi (1871–1899)
              4. Xenija (1875–1960) ⚭ 1894 Alexander Michailowitsch (1866–1933) (s. unten)
              5. Michail II. (1878–1918), 1917 (für 1 Tag) Kaiser von Russland ⚭ 1912 (morganatisch) Natalja Sergejewna Brassowa (1880–1952)
                1. Georgi Michailowitsch Brassow (1910–1931)
              6. Olga (1882–1960) ⚭(I) 1901 Peter von Oldenburg (1868–1924); ⚭(II) (morganatisch) 1916 Nikolai Alexandrowitsch Kulikowski (1882–1958)
            4. (I) Wladimir (1847–1909) ⚭ 1874 Marie zu Mecklenburg (1854–1920)
              1. Alexander (1875–1877)
              2. Kyrill (1876–1938) ⚭ 1905 Victoria Melita von Sachsen-Coburg und Gotha (1876–1936)
                1. Marija (1907–1951) ⚭ 1925 Karl III. von Leiningen (1898–1946)
                2. Kira (1909–1967) ⚭ 1938 Louis Ferdinand von Preußen (1907–1994)
                3. Wladimir (1917–1992) ⚭ 1948 Leonida Georgijewna Bagration-Muchraneli (1914–2010)
                  1. Marija (* 1953) ⚭ 1976 Franz Wilhelm von Preußen (* 1943)
                    1. Georgi (* 1981) (umstritten, da eigentlich Mitglied der Hohenzollern)
              3. Boris (1877–1943) ⚭ (morganatisch) 1919 Sinaida Sergejewna Raschewskaja (1896–1963)
              4. Andrei (1879–1956) ⚭ (morganatisch) 1921 Matilda Felixowna Kschessinskaja (1872–1971)
                1. Wladimir Romanowski-Krassinski (1902–1974) (möglicherweise auch Sohn von Sergei Michailowitsch (s. unten))
              5. Jelena ⚭ 1902 Nikolaus von Griechenland und Dänemark (1872–1938)
            5. (I) Alexei (1850–1908)
            6. (I) Marija (1853–1920) ⚭ 1874 Alfred von Sachsen-Coburg und Gotha (1844–1900)
            7. (I) Sergei (1857–1905) ⚭ 1884 Elisabeth von Hessen-Darmstadt (1864–1918)
            8. (I) Pawel (1860–1919) ⚭(I) 1889 Alexandra von Griechenland und Dänemark (1870–1891); ⚭(II) (morganatisch) 1902 Olga Walerianowna Karnowitsch, verw. von Pistolkohrs, verh. Paley (1865–1929)
              1. (I) Marija (1890–1958) ⚭(I) 1908 Wilhelm von Schweden (1884–1965); ⚭(II) (morganatisch) 1917 Sergei Michailowitsch Putjatin (1893–1966)
              2. (I) Dmitri (1891–1942) ⚭ (morganatisch) 1926 Anne Audrey Emery (1904–1971)
                1. Pawel Dmitrijewitsch Romanowski-Iljinski (1928–2004) ⚭(I) 1949 Mary Evelyn Prince (* 1925); ⚭(II) 1952 Angelica Philippa Kauffmann (* 1932)
                  1. (II) Dmitri Pawlowitsch Romanowski-Iljinski (* 1954) ⚭ 1979 Martha Murray McDowell
                    1. Catherine Adair Dmitrijewna Romanowskaja-Iljinskaja (* 1981) ⚭ 2011 Sam Goddyear
                    2. Victoria Bayard Dmitrijewna Romanowskaja-Iljinskaja (* 1983) ⚭ 2013 Yves Binda
                    3. Leila McDowell Dmitrijewna Romanowskaja-Iljinskaja (* 1986)
                  2. (II) Paula Maria Pawlowna Romanowskaja-Iljinskaja (* 1956) ⚭ 1980 Mark Comisar
                  3. (II) Anna Pawlowna Romanowskaja-Iljinskaja (* 1959) ⚭(I) 1980 Robin de Young; ⚭(II) 1992 David Wise Glossinger
                  4. (II) Michael Pawlowitsch Romanowski-Iljinski (* 1959) ⚭(I) 1985 Marcia Marie Lowe; ⚭(II) 1989 Paula Meyer (* 1965); ⚭(III) 1999 Lisa Marie Schiesler (* 1973); ⚭(IV) 2010 Deborah Gibson (* 1963)
                    1. (II) Wassilissa-Alexis Michailowna Romanowskaja-Iljinskaja (* 1994)
              3. (II) Wladimir Pawlowitsch Paley (1897–1918)
              4. (II) Irina Pawlowna Paley (1903–1990) ⚭(I) 1923 Fjodor Alexandrowitsch (1898–1968) (s. unten); ⚭(II) 1950 Hubert de Monbrison (1892–1981)
              5. (II) Natalja Pawlowna Paley (1905–1981) ⚭(I) 1927 Lucien Lelong (1889–1958); ⚭(II) 1937 John Chapman Wilson (1899–1961)
            9. (II) Alexander Alexandrowitsch Jurjewski (1868)
            10. (II) Georgi Alexandrowitsch Jurjewski (1872–1913) ⚭ 1900 Alexandra Konstantinowna von Zarnekau (1883–1957)
              1. Alexander Georgijewitsch Jurjewski (1901–1988) ⚭ 1957 Ursule Anne Marie Beer de Grüneck (1925–2001)
                1. Hans Georg Alexandrowitsch Jurjewski (* 1961) ⚭(I) 2003 Katharina Verhagen (* 1964); ⚭(II) 2013 Silvia Trumpp (* 1968)
            11. (II) Olga Alexandrowna Jurjewskaja (1873–1925) ⚭ 1895 Georg Nikolaus Nikolajewitsch von Merenberg (1871–1948)
            12. (II) Boris Alexandrowitsch Jurjewski (1876)
            13. (II) Jekaterina Alexandrowna Jurjewskaja (1878–1959) ⚭(I) 1901 Alexander Wladimirowitsch Barjatinski (1870–1910); ⚭(II) 1916 Sergei Platonowitsch Obolenski-Neledinski-Melezki (1890–1978)
          2. Marija (1819–1876) ⚭(I) 1839 Maximilian de Beauharnais (1817–1852); ⚭(II) 1856 Grigori Alexandrowitsch Stroganow (1824–1879)
          3. Olga (1822–1892) ⚭ 1846 Karl I. von Württemberg (1823–1891)
          4. Alexandra (1825–1844) ⚭ 1844 Friedrich Wilhelm von Hessen-Rumpenheim (1820–1884)
          5. Konstantin (1827–1892) ⚭ 1848 Alexandra von Sachsen-Altenburg (1830–1911)
            1. Nikolai (1850–1918) ⚭(I) (morganatisch) 1882 Nadeschda Alexandrowna Dreyer (1861–1929); ⚭(II) (morganatisch) 1901 Warwara Chmelnizka (1885–?)
              1. (I) Artemi Nikolajewitsch Romanowski-Iskander (1878–1919)
              2. (I) Alexander Nikolajewitsch Romanowski-Iskander (1887–1957) ⚭ 1912 Olga Iosifowna Rogowskaja (1893–1962)
                1. Kirill Nikolajewitsch Androssow (1915–1992) (vom Stiefvater adoptiert)
                2. Natalja Nikolajewna Androssowa (1917–1999) (vom Stiefvater adoptiert) ⚭ Nikolai Wladimirowitsch Dostal (1909–1959)
            2. Olga (1851–1926) ⚭ 1867 Georg I. von Griechenland (1845–1913)
            3. Wera (1854–1912) ⚭ 1874 Wilhelm Eugen von Württemberg (1846–1877)
            4. Konstantin (1858–1915) ⚭ 1884 Elisabeth von Sachsen-Altenburg (1865–1927)
              1. Iwan (1886–1918) ⚭ 1911 Elena Karađorđević von Serbien (1884–1962)
                1. Wsewolod (1914–1973) ⚭(I) 1939 Mary Lygon (1910–1982); ⚭(II) 1956 Emilia de Gosztonyi (1914–1993); ⚭(III) 1961 Elisabeth-Valli Knust (1930–2012)
                2. Jekaterina (1915–2007) ⚭ 1937 Ruggero Farace di Villaforesta (1909–1970)
              2. Gawriil (1887–1955) ⚭(I) 1917 Antonina Rafailowna Nesterowskaja (1890–1950); ⚭(II) 1951 Irina Iwanowna Kurakina (1903–1993)
              3. Tatjana (1890–1979) ⚭ 1911 Konstantine Aleksandres Bagration-Muchraneli (1889–1915)
              4. Konstantin (1891–1918)
              5. Oleg (1892–1914)
              6. Igor (1894–1918)
              7. Georgi (1903–1938)
              8. Natalja (1905)
              9. Wera (1906–2001)
            5. Dmitri (1860–1919)
            6. Wjatscheslaw (1862–1879)
          6. Nikolai (1831–1891) ⚭ 1856 Alexandra von Oldenburg (1838–1900)
            1. Nikolai (1856–1929) ⚭ 1907 Anastasia von Montenegro (1868–1935)
            2. Peter (1864–1931) ⚭ 1889 Milica von Montenegro (1866–1951)
              1. Marina (1892–1981) ⚭ 1927 Alexander Nikolajewitsch Golizyn (1886–1974)
              2. Roman (1896–1978) ⚭ 1921 Praskowja Dmitrijewna Scheremetewa (1901–1980)
                1. Nikolai (1922–2014) ⚭ 1952 Sveva della Gherardesca (* 1930)
                  1. Natalja (* 1952) ⚭ 1973 Giuseppe Consolo (* 1948)
                  2. Jelisaweta (* 1956) ⚭ 1983 Mauro Bonancini (* 1950)
                  3. Tatjana (* 1961) ⚭(I) Giambattista Alessandri; ⚭(II) Giancarlo Tirotti
                2. Dmitri (1926–2016) ⚭(I) 1959 Johanna von Kauffmann (1936–1989); ⚭(II) 1993 Dorrit Reventlow (* 1942)
              3. Nadeschda (1898–1988) ⚭ 1917 Nikolai Wladimirowitsch Orlow (1891–1961)
              4. Sofija (1898)
          7. Michail (1832–1909) ⚭ 1857 Cäcilie von Baden (1839–1891)
            1. Nikolai (1859–1919)
            2. Anastasija (1860–1922) ⚭ 1879 Friedrich Franz III. zu Mecklenburg (1851–1897)
            3. Michail (1861–1929) ⚭ (morganatisch) 1891 Sophie von Merenberg (1868–1927)
              1. Anastasija Michailowna de Torby (1892–1977) ⚭ 1917 Harold August Wernher (1893–1973)
              2. Nadeschda Michailowna de Torby (1896–1963) ⚭ 1916 George Mountbatten (1892–1938)
              3. Michail Michailowitsch de Torby (1898–1959)
            4. Georgi (1863–1919) ⚭ 1900 Maria von Griechenland und Dänemark (1876–1940)
              1. Nina (1901–1974) ⚭ 1922 Pawle Alexandrowitsch Tschawtschawadse (1899–1971)
              2. Xenija (1903–1965) ⚭(I) 1921 William Bateman Leeds Jr. (1902–1971); ⚭(II) 1946 Herman Jud (1911–1987)
            5. Alexander (1866–1933) ⚭ 1894 Xenija Alexandrowna (1875–1960) (s. oben)
              1. Irina (1895–1970) ⚭ Felix Felixowitsch Jussupow (1887–1967)
              2. Andrei (1897–1981) ⚭(I) 1918 Jelisaweta Fabrizijewna Sasso (1886–1940); ⚭(II) 1942 Nadine Sylvia Ada McDougall (1908–2000)
                1. (I) Xenija (1919–2000) ⚭(I) 1945 Calhoun Ancrum (1915–1990); ⚭(II) 1958 Geoffrey Tooth (1908–1998)
                2. (I) Michail (1920–2008) ⚭(I) 1953 Esther Jil Murphy (* 1921); ⚭(II) 1954 Shirley Crammond (1916–1983); ⚭(III) 1993 Giulia Gemma Crespi (* 1930)
                3. (I) Andrei (* 1923) ⚭(I) 1951 Jelena Konstantinowna Durnewa (1927–1992); ⚭(II) 1961 Kathleen Norris (1935–1967); ⚭(III) 1969 Ines Storer (* 1933)
                  1. (I) Alexei (* 1953) ⚭ 1987 Zoe Lacey (* 1956)
                  2. (II) Pjotr (* 1961) ⚭ 2009 Barbara Anna Jürgens
                  3. Andrei (* 1963) ⚭ 1989 Elisabeth Maria Flores (* 1964)
                    1. Natalja (* 1993)
                4. (II) Olga (* 1950) ⚭ 1975 Thomas Mathew (* 1945)
              3. Fjodor (1898–1968) ⚭ 1923 Irina Pawlowna Paley (1903–1990) (s. oben)
                1. Michail (1924–2008) ⚭(I) 1958 Helga Staufenberger (* 1926); ⚭(II) 1994 Mercedes Ustrell-Kabani (* 1960)
                  1. Michail (1959–2001)
                    1. (unehelich) Tatjana (* 1986) (adoptiert von ihrem Großvater und dessen zweiter Frau, die ihre Mutter ist. Ihr Großvater ist also zugleich auch ihr Adoptiv- und Stiefvater)
                2. Irina (* 1934) (eigentlich Tochter aus der zweiten Ehe ihrer Mutter) ⚭(I) 1955 André Jean Pelle (* 1923); ⚭(II) 1962 Victor-Marcel Soulas (* 1938)
              4. Nikita (1900–1974) ⚭ 1822 Marija Illarionowna Woronzowa-Daschkowa (1903–1997)
                1. Nikita (1923–2007) ⚭ 1961 Jane Anna Schoenwald (* 1933)
                  1. Fjodor (1974–2007)
                2. Alexander (1929–2002) ⚭ 1971 Maria Valguarnera di Niscemi (* 1931)
              5. Dmitri (1901–1980) ⚭(I) 1931 Marina Sergejewna Golenischtschewa-Kutusowa (1912–1969); ⚭(II) 1954 Margaret Sheila Chisholm (1898–1969)
                1. (I) Nadeschda Dmitrijewna Romanowskaja-Kutusowa (1933–2002) ⚭(I) 1952 Anthony Bryan Allen (* 1931); ⚭(II) 1977 William Thomas Hall Clark (1924–1995)
              6. Rostislaw (1902–1978) ⚭(I) 1928 Alexandra Pawlowna Golizyna (1905–2006); ⚭(II) 1944 Alice Baker Eilken (1923–1996); ⚭(III) 1954 Hedwig Maria Gertrud Eva von Chappuis (1905–1997)
                1. (I) Rostislaw (1938–1999) ⚭(I) 1960 Stephena Verdel Cook (* 1938); ⚭(II) 1980 Christia Ipsen (* 1949)
                  1. (I) Stephena (* 1963) ⚭ William Porter Bogis III.
                  2. (II) Alexandra (* 1983)
                  3. (II) Rostislaw (* 1985)
                    1. (unehelich) Rostislaw (* 2013)
                  4. (II) Nikita (* 1987)
                2. (II) Nikolai (1945–2000) ⚭ 1966 Pamela Kusinowskaja
                  1. Nicolas Christopher (* 1968) ⚭ 1995 Lisa Maria Flow (* 1971)
                    1. Cory Christopher (1994–1998)
                    2. Caroline (* 2000)
                    3. Jenny (* 2003)
                  2. Daniel Joseph (* 1972) ⚭ 2004 Su Kim (* 1971)
                    1. Madison (* 2007)
                    2. Daniel (* 2009)
                  3. Heather Noelle (* 1976) ⚭ 2006 Joseph Munao (* 1976)
              7. Wassili (1907–1989) ⚭ 1931 Natalja Alexandrowna Golizyna (1907–1989)
                1. Marina (* 1940) ⚭ 1967 William Laurence Bidleston (* 1938)
            6. Sergei (1869–1918)
            7. Alexei (1875–1895)
        11. (II) Michail (1798–1849) ⚭ 1824 Charlotte von Württemberg (1807–1873)
          1. Maria (1825–1846)
          2. Jelisaweta (1826–1845) ⚭ 1844 Adolf I. von Luxemburg (1817–1905)
          3. Jekaterina (1827–1894) ⚭ 1851 Georg zu Mecklenburg (1824–1876)
          4. Alexandra (1831–1832)
          5. Anna (1834–1836)
      2. Anna (1757–1759)

Oberamt Ravensburg – Wikipedia

Karte der württembergischen Oberämter, Stand 1926

Das Oberamt Ravensburg war ein württembergischer Verwaltungsbezirk (auf beigefügter Karte #42), der 1934 in Kreis Ravensburg umbenannt und 1938 um den Großteil des ehemaligen Oberamts Waldsee zum Landkreis Ravensburg erweitert wurde. Allgemeine Bemerkungen zu württembergischen Oberämtern siehe Oberamt (Württemberg).

Oberamt Ravensburg, Gebietsstand 1813, mit den früheren Herrschafts- und Ämtergrenzen
Legende

Das Gebiet dieses Oberamts war Ende des 18. Jahrhunderts unter viele Herrschaften aufgeteilt und glich einem Flickenteppich. Ravensburg verlor 1802 seine Stellung als Reichsstadt und fiel an Bayern. Auch die oberschwäbischen Reichsklöster gehörten zur Verteilungsmasse des Reichsdeputationshauptschlusses: Das Kloster Weingarten mit seinen großen Besitzungen wurde säkularisiert und dem Fürsten von Nassau-Oranien als Entschädigung für an Frankreich gefallene linksrheinische Gebiete zugesprochen. Die ebenfalls großen Besitzungen des Klosters Weißenau kamen in gleicher Weise an den Grafen von Sternberg-Manderscheid. Württemberg erhielt im Preßburger Friedensvertrag von 1805 den Hauptteil der österreichischen Landvogtei Schwaben. Dem hieraus gebildeten Oberamt Altdorf wurden 1806 weitere – infolge der Rheinbundakte württembergisch gewordene – Gebiete zugeteilt: die ehemals klösterlichen Besitzungen und ein Teil der mediatisierten Herrschaften der Fürsten von Waldburg. Im Pariser Grenzvertrag von 1810 legten die Königreiche Bayern und Württemberg die endgültigen Grenzen fest. Dabei kam Ravensburg zu Württemberg, und aus dem Oberamt Altdorf entstand das Oberamt Ravensburg. Der von 1818 bis 1924 dem Donaukreis zugeordnete Bezirk grenzte an die württembergischen Oberämter Tettnang, Waldsee, Wangen und Saulgau sowie an das Großherzogtum Baden.

Vorderösterreich um 1780

1813, nach Abschluss der Gebietsreform, setzte sich der Bezirk aus Bestandteilen zusammen, die im Jahr 1800 zu folgenden Herrschaften gehört hatten:

  • Reichsstadt Ravensburg: neben der Stadt selbst insgesamt 109 Dörfer, Weiler und Höfe in den Ämtern Hinzistobel, Schmalegg, Winterbach, Mochenwangen und Wolpertswende. (Die Ämter Bavendorf und Bitzenhofen kamen 1810 zum Oberamt Tettnang.)
  • Vorderösterreich, Landvogtei Schwaben: Die Ämter Altdorf, Berg, Bodnegg, Boschen, Eschach, Grünkraut, Wolketsweiler und Zogenweiler setzten sich aus rund 350 Orten zusammen, die über fast alle späteren Gemeinden des Bezirks verstreut lagen.
  • Reichsabtei Weingarten: 114 Orte, mit Schwerpunkten in den späteren Gemeinden Altdorf, Berg, Blitzenreute, Esenhausen, Fronhofen, Hasenweiler und Schlier, dazu umfangreicher Grundbesitz unter österreichischer Hoheit.
  • Reichsabtei Weißenau: Weißenau, Oberhofen, dazu umfangreicher Grundbesitz unter österreichischer Hoheit.
  • Fürst von Waldburg-Wolfegg-Waldsee: Herrschaft Waldburg, mit 50 Orten in den späteren Gemeinden Bodnegg, Grünkraut, Schlier, Vogt und Waldburg.
  • Freiherr von Rehling: Herrschaften Bettenreute, Danketsweiler, Zußdorf.

Dem Fürsten von Fürstenberg als Inhaber der Grafschaft Heiligenberg standen Blutgerichtsbarkeit und Forsthoheit rechts der Rotach zu. Grundherren ohne Hoheitsrechte waren, neben den bereits genannten Klöstern, auch die Reichsabtei Baindt, der Freiherr von Greut zu Mosisgreut sowie der Graf von Beroldingen-Ratzenried.

Einwohnerzahlen 1836[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Gemeinden waren 1836 dem Oberamt unterstellt:

heutige Schreibweise:

Änderungen im Gemeindebestand seit 1813[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die lokale Verwaltungsgliederung orientierte sich zunächst an den früheren Herrschaftsgrenzen. 1823 bestanden neben der Oberamtsstadt Ravensburg und dem Marktflecken Altdorf 23 weitere Gemeinden. Dabei setzten sich Schmalegg und Wolpertswende ausschließlich aus ehemals ravensburgischen Orten zusammen, Baienfurt, Bodnegg, Boschen, Eschach, Grünkraut, Schussen, Um-Altdorf, Wolketsweiler und Zogenweiler aus früher österreichischem Gebiet. Aus dem Territorium des Klosters Weingarten waren die Gemeinden Aichach, Blitzenreute, Esenhausen, Ettishofen, Fronhofen, Hasenweiler und Schlier entstanden, Weingarten selbst mit Altdorf verschmolzen. Die Gemeinde Waldburg deckte sich mit der ehemaligen Herrschaft gleichen Namens, Danketsweiler und Zußdorf mit den rehlingschen Gütern, Oberhofen mit dem Weißenauer Klostergebiet. Lediglich die Gemeinde Hinzistobel war aus reichsstädtischen und weingartischen Orten gemischt. Entsprechend der früheren Zersplitterung gab es eine Reihe von Exklaven. Einige Orte, beispielsweise Wetzisreute, verteilten sich auf mehrere Gemeinden.

Nachdem die Verfassung von 1819 und das Verwaltungsedikt von 1822 die Grundlage für die kommunale Selbstverwaltung bereitet hatten, konstituierten sich die Gemeinden im modernen Sinne. Im Oberamt Ravensburg war dieser Prozess 1826 abgeschlossen, der die meisten Exklaven beseitigte und die Zahl der Gemeinden von 25 auf 18 reduzierte: Ravensburg, Altdorf, Baindt, Berg, Blitzenreute, Bodnegg, Eschach, Esenhausen, Fronhofen, Grünkraut, Hasenweiler, Kappel, Schlier, Schmalegg, Vogt, Waldburg, Wolpertswende, Zogenweiler. Hinzu kam die 1824 als Tochtergemeinde der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal gegründete Colonie Wilhelmsdorf.

  • 1829 wurde Zußdorf von Esenhausen getrennt und wieder zur selbständigen Gemeinde erhoben.
  • 1842 wurden Butzers, Goldegger und Tannberg von Bodnegg nach Pfärrich (Oberamt Wangen) umgemeindet. Gleichzeitig kam die Gemeinde Taldorf (mit Erbenweiler, das zuvor zu Oberteuringen gehörte) vom Oberamt Tettnang zum Oberamt Ravensburg. Der Wohnplatz – de facto nur ein einzelnes Haus – Geiselmacher, bisher eine vom Oberamt Ravensburg umschlossene Exklave des Bezirks Saulgau, wurde der Gemeinde Wolpertswende zugeteilt.
  • 1846 trat ein 1843 zwischen Baden und Württemberg geschlossener Staatsvertrag in Kraft. Zu Württemberg kamen der Auhof (zur Gemeinde Zußdorf) und der bisher badische Teil von Sießen (zur Gemeinde Hasenweiler).
  • 1848 wurde Baienfurt von Baindt getrennt und zur selbständigen Gemeinde erhoben.
  • 1849 wurde Wolketsweiler von Kappel getrennt und zur selbständigen Gemeinde erhoben.
  • 1850 wurde Wilhelmsdorf, bisher in gerichtlicher Beziehung der Gemeinde Esenhausen zugeteilt, zur selbständigen Gemeinde erhoben.
  • 1865 wurde Altdorf in Weingarten umbenannt und gleichzeitig zur Stadt erhoben.
  • Württemberg: Zehnter Kreis Altdorf. In: Königlich-Württembergisches Staatshandbuch: 1807/08. 1808, S. 597 ff. (books.google.com).
  • Johann Daniel Georg von Memminger (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Ravensburg (= Die Württembergischen Oberamtsbeschreibungen 1824–1886. Band 12). Cotta’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart / Tübingen 1836 (Volltext [Wikisource]). – Reprint Bissinger, Magstadt 1982, ISBN 3-7644-0012-9.
  • Wolfram Angerbauer (Red.): Die Amtsvorsteher der Oberämter, Bezirksämter und Landratsämter in Baden-Württemberg 1810 bis 1972. Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft der Kreisarchive beim Landkreistag Baden-Württemberg. Theiss, Stuttgart 1996, ISBN 3-8062-1213-9.

Liste der Mitglieder des Niedersächsischen Landtages (2. Wahlperiode) – Wikipedia

Name Lebensdaten Fraktion Wahlkreis Wk-Nr. Anmerkung Hermann Ahrens 1902–1975 BHE LWV Johann Albers 1890–1964 FDP LWV Heinrich Albertz 1915–1993 SPD Springe 18 Rudolf Albrecht 1891–1953 SPD Schaumburg 15 verstorben am 18. Juli 1953, Nachfolger Richard Kehr Wilhelm Armbrecht 1898–1972 SPD Osterode 31 Gerhard Arndt 1890–1963 SRP LWV ab 18. September 1951 fraktionslos, Mandat erloschen am 23. Oktober 1952 Johannes Bank 1897–1976 Zentrum LWV ab 8. Oktober 1953 Fraktion Mitte Otto Bennemann 1903–2003 SPD Braunschweig 3 43 Ernst Bettermann 1903–1983 SPD Bersenbrück 86 ab 7. Februar 1955 LP Fritz Beulshausen 1885–1957 SPD Gandersheim 33 August Block 1877–1956 DP/CDU LWV DP-Mitglied, Alterspräsident bis zum Ausscheiden, ausgeschieden am 27. Februar 1952, Nachfolger Willy Müller Ernst Böhme 1892–1968 SPD Braunschweig 2 42 Richard Borowski 1894–1956 SPD Hildesheim-Land 20 Nicolaus von Borstel 1885–1963 SPD Stade 66 Theus Bracht 1900–1963 SPD Leer-Borkum 92 Ernst Braune 1879–1954 SPD Lüneburg-Stadt 56 verstorben am 8. Oktober 1954, Nachfolger Herbert Günter Otto Brenner 1907–1972 SPD Hannover-Linden 6 ausgeschieden am 15. Februar 1954, Nachfolger Arthur Lehmann Friedrich-Georg Brinkmann 1898–1975 FDP LWV ab 17. April 1953, durch Neuverrechnung des Wahlergebnisses Fritz Broistedt 1893–1972 DP/CDU Winsen/Luhe 58 DP-Mitglied Martin Brüns 1911–1976 SPD Achim-Verden 62 Horst Büchler 1907–2000 BHE LWV ab 18. Juli 1952 fraktionslos, ab 8. Oktober 1953 Fraktion Mitte, ab 1. September 1954 LP Joachim Burfeindt 1892–1982 DP/CDU Zeven 63 DP-Mitglied Servais Cabolet 1908–1976 SRP Hadeln 67 Mandat erloschen am 23. Oktober 1952, Nachfolger Heinrich Küver (DP/CDU) Hermann Conring 1894–1989 unabhängig Leer 91 ab 19. April 1953, nachgewählt für Louis Thelemann, Gast der DP/CDU-Fraktion Anton Cromme 1901–1953 DP/CDU Vechta 81 CDU-Mitglied, verstorben am 21. Juli 1953, Nachfolger Hans Watermann Gregor Dall 1902–1966 Zentrum LWV ab 8. Oktober 1953 Fraktion Mitte, ab 8. Dezember 1954 DP/CDU Georg Diederichs 1900–1983 SPD Zellerfeld 32 Fritz Dittloff 1894–1954 BHE LWV ausgeschieden am 2. Mai 1952, Nachfolger Egon Pralle Fritz Dorls 1910–1995 SRP LWV ausgeschieden am 31. Dezember 1951, Nachfolger Wolfgang Falck Wilhelm Druck 1916–1974 SRP LWV ab 2. Januar 1952 fraktionslos, Mandat erloschen am 23. Oktober 1952 Herta Dürrbeck 1914–1995 KPD LWV ab 22. April 1953, durch Neuverrechnung des Wahlergebnisses Carl Heribert Egbring 1881–1955 DP/CDU LWV CDU-Mitglied Franz Eger 1889–1956 SPD Hildesheim-Stadt 19 Fritz Ehrhoff 1910–1984 SPD Schöppenstedt 37 Josef Erbacher 1910–1974 BHE LWV ab 23. März 1953 BHD, ab 8. Oktober 1953 Fraktion Mitte, ab 1. April 1954 FDP-Fraktion Wilhelm Erpenbeck 1892–1971 Zentrum LWV ab 8. Oktober 1953 Fraktion Mitte, ab 14. Januar 1955 DP/CDU-Fraktion Johann Christian Evers 1898–1964 DP/CDU Osterholz-Scharmbeck 70 DP-Mitglied Ernst Fahlbusch 1894–1964 SPD Göttingen-Land 29 Kurt Fähnrich 1900–1976 BHE LWV Wolfgang Falck 1924 SRP LWV ab 1. Januar 1952 für Fritz Dorls, Mandat erloschen am 23. Oktober 1952 August Finke 1906–1995 SRP LWV Mandat erloschen am 23. Oktober 1952 Erni Finselberger 1902–1993 BHE LWV ausgeschieden am 5. Oktober 1953, Nachfolger Maximilian Teschner Kurt Fischer 1902–1991 BHE LWV ausgeschieden am 15. Oktober 1954, Nachfolger Henricus Haltenhoff Johann Flegel 1898–1961 SRP LWV ab 10. September 1952 für Wolf von Westarp, Mandat erloschen am 23. Oktober 1952 Robert Flügger 1896–1959 BHE LWV ab 22. April 1953 durch Neuverrechnung des Wahlergebnisses Hermann Föge 1878–1963 FDP Göttingen-Stadt 28 Alterspräsident ab 27. Februar 1952 Rudolf Freese 1879–1963 FDP Oldenburg-Stadt 77 Jürgen-Christian Früchte 1919–1958 DRP LWV ab 2. Januar 1952 unabhängig, ausgeschieden am 16. Dezember 1952, Nachfolger Wilhelm Schüler Martha Fuchs 1892–1966 SPD LWV ab 15. Januar 1954 für August Knippert Wilhelm Geerken 1881–1969 SPD Buxtehude 65 Erich Gerlach 1910–1972 SPD Northeim 26 Günther Gereke 1893–1970 DSP LWV ausgeschieden am 26. Februar 1952, Nachfolger Adolf Stobbe Gustav Giesecke 1887–1958 SRP LWV Mandat erloschen am 23. Oktober 1952 Walter Giesker 1901–1976 DP/CDU Osnabrück-Oesede 84 CDU-Mitglied Herbert Glaeser 1899–1958 BHE Oldenburg-Land 78 Johannes Gorski 1910–1995 DP/CDU LWV CDU-Mitglied Friedrich Greve 1892–1956 SPD Hameln-Pyrmont 17 Georg Groot 1899–1967 SPD Hannover-Mitte 1 ab 29. Juli 1953 GVP, ab 8. Oktober 1953 Fraktion Mitte, 1. September 1954 bis 11. Januar 1955 BdD, ab 8. Februar 1955 LP Herbert Günter 1913–1994 SPD LWV ab 4. November 1954 für Ernst Braune Horst Haasler 1905–1969 BHE LWV ausgeschieden am 2. Februar 1955, Nachfolger Hans Schütt Karl Hackethal 1901–1990 DP/CDU Duderstadt 30 CDU-Mitglied Karl-Ulrich Hagelberg 1909–2004 DP/CDU Lüneburg-Land 57 DP-Mitglied, ab 14. April 1953 für Gustav Rabeler, ausgeschieden am 2. April 1954, Nachfolger Friedrich Zeddies Henricus Haltenhoff 1888–1956 BHE LWV ab 15. Oktober 1954 für Kurt Fischer Ottomar Haxsen 1898–1972 DP/CDU Wesermünde 69 DP-Mitglied Winfrid Hedergott 1919–2002 FDP LWV Hans Hedermann 1897–1978 SPD Goslar-Land 35 Johann Heermann 1897–1976 DP/CDU Aschendorf-Hümmling 90 CDU-Mitglied Adolf Heidenreich 1897–1958 SPD Varel 72 Karl-Heinrich Heise 1903–1962 DP/CDU Wolfsburg 45 DP-Mitglied Kurt Helle-Haeusler 1894–1965 DP/CDU LWV DP-Mitglied, ab 17. April 1953 durch Neuverrechnung des Wahlergebnisses Heinrich Hellwege 1908–1991 DP/CDU LWV DP-Mitglied, ausgeschieden am 7. Januar 1952, Nachfolger Alois Scherf Hans Helmers 1894–1982 DP/CDU Syke 11 DP-Mitglied Fritz Heringhaus 1905–1959 SPD Osnabrück-Land 85 Heinrich Herlitzius 1887–1953 SPD Osnabrück-Stadt 83 verstorben am 13. September 1953, Nachfolger Theodor Schmidt (Politiker) Clemens Hesemann 1897–1981 DP/CDU Lingen 87 CDU-Mitglied Wilhelm von der Heyde 1885–1972 SPD Delmenhorst 79 Walter Hildebrandt 1892–1966 BHE LWV Robert Hoffmeister 1899–1966 SPD Neustadt 9 Werner Hofmeister 1902–1984 DP/CDU LWV CDU-Mitglied Albert Höft 1893–1980 SPD Braunschweig-Land 44 Käte Hoge 1904–1984 SPD Uelzen 53 Hinrich Holsten 1902–1970 DP/CDU Rotenburg 60 CDU-Mitglied Franz Holthus 1909–1990 Fraktion Mitte LWV ab 10. Dezember 1953 für Otto Krapp Wilhelm Hopp 1912–???? SRP LWV Mandat erloschen am 23. Oktober 1952 Horst Huisgen 1913–2002 FDP LWV ab 4. Dezember 1951 für Artur Stegner Wilhelm Humbeck 1905–1965 SPD Hannover-Land 7 Adolf Kahlen 1892–1959 FDP LWV Heribert Kandler 1890–1968 BHE LWV Elfriede Kayser 1903–1988 BHE LWV Richard Kehr 1898–1963 SPD Schaumburg 15 ab 6. September 1953, nachgewählt für Rudolf Albrecht Hermann Kerckhoff 1900–1987 DP/CDU Meppen 89 CDU-Mitglied Friedrich von Kessel 1896–1975 BHE LWV Franz Kewer 1908–1967 SRP Bremervörde 64 ab 9. Mai 1952 unabhängig, Mandat erloschen am 23. Oktober 1952, Nachfolger Wilhelm Stülten (DP/CDU) August Knippert 1913–1978 SPD Aurich 93 ausgeschieden am 14. Januar 1954, Nachfolgerin Martha Fuchs Heinz Knoke 1921–1993 SRP LWV Mandat erloschen am 23. Oktober 1952 Carl Köhn 1889–1975 BHE LWV Johannes Koop 1920 BHE LWV ab 22. Mai 1953 durch Neuverrechnung des Wahlergebnisses Johann Koopmann 1901–1960 SPD Oldenburg-Barßel 76 Hinrich Wilhelm Kopf 1893–1961 SPD Hannover-Buchholz 3 Emil Kraft 1898–1982 SPD Wilhelmshaven 73 ausgeschieden am 13. Februar 1954, Nachfolgerin Anni Lange Otto Krapp 1903–1996 Zentrum LWV ab 8. Oktober 1953 Fraktion Mitte, ausgeschieden am 8. Dezember 1953, Nachfolger Franz Holthus Reinhold Kreitmeyer 1908–1996 FDP LWV Alfred Kubel 1909–1999 SPD Goslar-Stadt 34 Ernst Kunkel 1901–1981 SPD Wolfenbüttel 38 Walter Kutschera 1914–1998 BHE LWV ausgeschieden am 8. Oktober 1953, Nachfolger Carl-Alfred Schumacher Heinrich Küver 1889–1983 DP/CDU Hadeln 67 DP-Mitglied, ab 16. April 1953 für Servais Cabolet Wolfgang Kwiecinski 1893–1963 DP/CDU LWV DP-Mitglied Ludwig Landwehr 1897–1981 KPD LWV Anni Lange 1904–1977 SPD LWV ab 26. Februar 1954 für Emil Kraft Johann Lange 1897–1956 SPD Jever 74 Arthur Lehmann 1886–1966 SPD LWV ab 3. März 1954 für Otto Brenner Heinrich Löffler 1890–1966 SPD Hameln-Stadt 16 Fritz Logemann 1907–1993 DP/CDU Diepholz 12 DP-Mitglied, ab 14. April 1953 für Ernst Ostermann Hermann Lüken-Klaßen 1924–1994 Zentrum LWV ab 25. April 1953 durch Neuverrechnung des Wahlergebnisses, ab 8. Oktober 1953 Fraktion Mitte, ab 8. Dezember 1954 DP/CDU Wilhelm Messerschmidt 1887–1971 SPD Einbeck 25 Adolf Meyer 1890–1980 DP/CDU Harburg-Wilhelmsburg 59 CDU-Mitglied Fritz Meyer 1901–1980 DP/CDU Hoya 10 DP-Mitglied Richard Meyer 1885–1970 BHE LWV Maria Meyer-Sevenich 1907–1970 SPD Sarstedt 21 Fritz Michalski 1902–1977 SPD Münden 27 Walter Möhlmann 1912–1977 DP/CDU Soltau 52 DP-Mitglied Gustav Müller 1908–1973 BHE LWV ab 25. November 1953 für Maximilian Teschner Heinz Müller 1920–1983 FDP LWV Willy Müller 1884–1973 DP/CDU LWV DP-Mitglied, ab 3. März 1952 für August Block Hermann Neddenriep 1904–1988 DP/CDU Fallingbostel 51 DP-Mitglied Hilde Obels-Jünemann 1913–1999 SPD Hannover-Südost 4 Victor Oelkers 1881–1958 DP/CDU Gifhorn 46 DP-Mitglied Karl Olfers 1888–1968 SPD Cuxhaven 68 Reinhard Onken 1891–1981 FDP Wittmund 95 ab 9. November 1952 für Anton Pawlowski Ernst Ostermann 1889–1970 SRP Diepholz 12 ab 22. Januar 1952 FDP, Mandat erloschen am 23. Oktober 1952, Nachfolger Fritz Logemann (DP/CDU) Karl Ott 1891–1977 BHE LWV ausgeschieden am 28. Oktober 1952, Nachfolger Erich Schellhaus Kurt Partzsch 1910–1996 SPD Hannover-Limmer 5 Anton Pawlowski 1898–1952 SPD Wittmund 95 verstorben am 8. Oktober 1952, Nachfolger Reinhard Onken Wilhelm Plös 1893–1971 BHE LWV Albert Post 1896–1992 FDP Ammerland 75 Karl August Poth 1895–1960 SPD Holzminden 24 Egon Pralle 1900–1987 BHE LWV ab 5. Mai 1952 für Fritz Dittloff Gustav Rabeler 1900–1957 SRP Lüneburg-Land 57 Mandat erloschen am 23. Oktober 1952, Nachfolger Karl-Ulrich Hagelberg (DP/CDU) Werner Reinecke 1891–1963 SPD Bevensen 54 ab 24. November 1952 GVP, ab 8. Oktober 1953 Fraktion Mitte, ab 14. Januar 1955 wieder GVP Ilsa Reinhardt 1911–2010 DP/CDU LWV DP-Mitglied Leo Reinke 1909–1978 DP/CDU Cloppenburg 80 CDU-Mitglied Heinrich Rinne 1882–1953 SPD Alfeld 23 verstorben am 30. Mai 1953, Nachfolger August Wedekind Kurt Rißling 1888–1967 DP/CDU LWV CDU-Mitglied Richard Rockrohr 1901–1979 BHE LWV ab 26. Februar 1955 LP Egon Rosenberg 1895–1976 FDP LWV Otto Rössler 1904–1978 BHE LWV ab 24. Januar 1955 unabhängig Kurt Sachweh 1906–1961 BHE LWV ab 8. Mai 1953 durch Neuverrechnung des Wahlergebnisses, ausgeschieden am 3. Juli 1953, Nachfolger Eberhard Stammer Gustav Schäfer 1892–1965 SPD Verden 61 Hans-Heinrich Scheffer 1903–1981 DRP LWV ab 9. Oktober 1953 Fraktion Mitte Erich Schellhaus 1901–1983 BHE LWV ab 7. November 1952 für Karl Ott Alois Scherf 1897–1965 DP/CDU LWV CDU-Mitglied, ab 16. Januar 1952 für Heinrich Hellwege Friedrich Schirmer 1893–1964 SPD Bückeburg-Stadthagen 14 Leonhard Schlüter 1921–1981 DRP LWV ab September 1951 FDP Hellmut Schmalz 1905–1982 SPD Salzgitter 36 Hans Schmidt 1910–1984 SPD Burgdorf 47 Theodor Schmidt 1896–1966 DP/CDU Osnabrück-Stadt 83 ab 8. November 1953 durch Nachwahl für Heinrich Herlitzius, ausgeschieden am 2. Juli 1954, kein Nachfolger Walter Schmidt 1907–1997 SPD Braunschweig 1 41 Werner Schönfelder 1908–1982 DP/CDU Lüchow-Dannenberg 55 DP-Mitglied Franz Schoo 1899–1970 DP/CDU LWV CDU-Mitglied Karl Schrader 1899–1971 SPD Barsinghausen 8 Karl-Friedrich Schrieber 1905–1985 SRP LWV ab 15. Juli 1952 Fraktion des Abgeordneten Schrieber und Genossen, Mandat erloschen am 23. Oktober 1952 Bruno Schröder 1894–1968 FDP LWV vom 21. Juni 1954 bis 23. Januar 1955 Liberaler Bund, ab 24. Januar 1955 SPD Wilhelm Schüler 1899–1964 DRP LWV ab 29. Dezember 1952 für Jürgen-Christian Früchte, ab 9. Oktober 1953 Fraktion Mitte Fritz Schulz 1910–1991 BHE LWV ab 2. Juli 1952 fraktionslos, ab 9. Oktober 1953 Fraktion Mitte Carl-Alfred Schumacher 1896–1967 BHE LWV ab 24. Oktober 1953 für Walter Kutschera Hans Schütt 1901–1986 BHE LWV ab 5. Februar 1955 für Horst Haasler Max Schwarz 1904–1979 SPD Wesermarsch 71 Grete Sehlmeyer 1891–1967 FDP LWV ab 21. Juni 1954 Liberaler Bund Heinrich Specht 1885–1952 SPD Bentheim 88 verstorben am 18. Juni 1952, Nachfolger Richard Zahn, CDU Ernst-Wilhelm Springer 1925–2007 SRP LWV Mandat erloschen am 23. Oktober 1952 Eberhard Stammer 1888–1966 BHE LWV ab 15. Juli 1953 für Kurt Sachweh Friedrich Steffen 1891–1964 DP/CDU Melle 82 DP-Mitglied Artur Stegner 1907–1986 FDP LWV ausgeschieden am 1. Dezember 1951, Nachfolger Horst Huisgen Adolf Stobbe 1906–1956 DSP LWV ab 4. März 1952 für Günther Gereke, ab 9. Oktober 1953 Fraktion Mitte, ab 9. Februar 1955 SPD Adolf Stockleben 1902–1959 SPD Peine 22 Friedrich Stolte 1889–1969 DP/CDU Celle-Land 50 DP-Mitglied Hans Striefler 1907–1998 SPD Hannover-Nordstadt 2 Joachim Strömer 1904–1971 FDP LWV ab 17. April 1953 durch Neuverrechnung des Wahlergebnisses Wilhelm Stülten 1902–1972 DP/CDU Bremervörde 64 ab 17. April 1953 für Franz Kewer Alfred Tack 1898–1970 SPD Schöningen 39 Maximilian Teschner 1901–1984 BHE LWV ab 24. Oktober 1953 für Erni Finselberger, ausgeschieden am 6. November 1953, Nachfolger Gustav Müller Louis Thelemann 1890–1953 SPD Leer 91 verstorben am 31. Januar 1953, Nachfolger Hermann Conring Theodor Trauernicht 1896–1970 SRP LWV Mandat erloschen am 23. Oktober 1952 Hermann Vahldiek 1887–1969 SRP LWV Mandat erloschen am 23. Oktober 1952 Richard Voigt 1895–1970 SPD Celle-Stadt 49 Georg de Vries 1898–1960 SPD Emden 94 Georg Wache 1886–1977 BHE LWV ab 20. April 1953, durch Neuverrechnung des Wahlergebnisses Hans Watermann 1904–1988 DP/CDU Vechta 81 CDU-Mitglied, ab 6. September 1953 für Anton Cromme August Wedekind 1890–1955 SPD Alfeld 23 ab 6. September 1953 nachgewählt für Heinrich Rinne Heinrich Weeke 1905–1985 DP/CDU LWV ab 5. November 1952 FSU Fritz Weiberg 1900–1977 SPD Helmstedt 40 Wolf von Westarp 1910–1982 SRP LWV ab 27. August 1952 unabhängig, ausgeschieden am 3. September 1952, Nachfolger Johann Flegel Friedrich Wilke 1906–1984 DP/CDU LWV DP-Mitglied Rudolf Winter 1893–1965 SPD Wietze 48 August Witte 1890–1968 DP/CDU Nienburg 13 DP-Mitglied Carla Woldering 1893–1983 DP/CDU LWV CDU-Mitglied, ab 1. April 1954 für Heinrich Zimmermann Richard Zahn 1891–1975 DP/CDU Bentheim 88 CDU-Mitglied, durch Nachwahl ab 31. August 1952 für Heinrich Specht, SPD Friedrich Zeddies 1894–1974 DP/CDU LWV DP-Mitglied, ab 2. April 1954 für Karl-Ulrich Hagelberg Heinrich Zimmermann 1893–1963 DP/CDU LWV DP-Mitglied, ausgeschieden am 29. März 1954, Nachfolgerin Carla Woldering Heinz Zscherpe 1917–1959 KPD LWV